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Eine Liebe geht

Den Dämon, den du in dir trägst, tief verborgen, sich in vielen Facetten prägt. Ich dir so gerne helfen mag, jedoch bleibt mir der Ursprung verschlossen. Es immer wieder zum Vorschein kommt, der tiefe Hass und die Unzufriedenheit, die du in dir trägst. Ich mit Bestimmtheit kein Feigling bin, dennoch machst du mir Angst. Die Hilflosigkeit, die ich in deinen Augen sehe. Die wundervolle Frau, die ich vermisse, die im Verborgenen liegt, leider keine Vorherrschaft, die in dir siegt. Ist es ein gemeinsamer Weg, oder musst du die Reise alleine gehen. Ich bin nicht der Feind in deinem Bett. Meine Kraft zu Ende geht, die Kraft, die unentwegt sich von mir entzieht.

So vieles bewältigt, gemeinsam geschafft. Es nun einen Punkt gibt, an dem alles auf einer Schneide steht, ein Balanceakt der Leidenschaft. Wie viel Kraft besitzt die Liebe nun in Wirklichkeit. Ist es ein Rennen in die weite Welt, den Sorgen davon? Sich weiter zu verstecken, als endlich, sich frei zu fühlen. Die Gedanken, die dir alle Sinne rauben, die dich glauben lassen, es macht alles keinen Sinn. Es gibt nicht diese Liebe, wie sie in deinem Sinn, schön und wunderbar ist. Vielleicht warst zu lange alleine, kennst nur deine Seite, die dir die Wahrnehmung trübt. Es ist nicht die Sicht, als wäre es gemeinsam, du stellst dir selbst einen Streich. Mit dem Ergebnis, dass du wieder einsam bist.

Vielleicht ist es genau das, was du willst, dein Bewusstsein die innerliche Meinung teilt. Niemand mehr, der dich reflektiert, dich infrage stellt. Wieder völlig frei, deinem Schauspiel weiter folgend, deine Kinder sind dir treu. Das ist alles, was du brauchst, keinen an deiner Seite, den du kontrollierst. Keinen Partner auf einer Höhe, von dem du lernst, dem du selbst Dinge zeigst. Kein Accessoire, das man trägt, weil es gerade Mode ist. Ich hoffe, der Preis war es dir wert, ich wünsche mir für dich, dass du glücklich wirst.

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Schaumbad

Mit Spannung und Vorfreude erwartete Zeremonie, Entspannung sich breitmachen soll. Den Körper und Geist einnimmt. Anschmiegsam warmes Wasser, der Silhouette entlang, keine Stelle bleibt verborgen. Sich die Wärme durch jeden Spalt rinnt, nichts bleibt im Trockenen verborgen. Die Haut sich weicht, widerstandslos in den Fängen. Garniert mit einem deckenden Schaum, der im Kerzenlicht in allen Farben scheint. Leichte Nebel steigen über dem Wasserrand. Der Körper sich immer mehr gehen lässt, fallend in eine wohltuende Gemütlichkeit.

Alles um einen herum an Bedeutung verliert. Der Genuss macht sich breit, beherbergt uns, zieht uns in seinen Bann. Wir sind frei, ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Die Fantasie blüht in dieser Umgebung auf, beschert uns eine unvergessliche Zeit, einen Moment lang, in dem wir eins mit uns selbst. Die Gedanken gefüttert, angeregt, die Sinne gestimmt. Es ist an der Zeit, seine Träume zu schmieden, in die Zukunft zu sehen. Ätherische Öle lösen sich, getragen durch die Hitze in die Luft. Wohlige Wahrnehmung, die uns umgibt.

Tauchen immer wieder ein, bewegen das Wasser, schlagen kleine Wellen. Eine schöne Zeit, die im Fluge vergeht. Wasser läuft über das Gesicht, können es spüren, wie es an uns herab rinnt, die kältere Haut einfängt, einen Augenblick lang Wärme schenkt. Wir leben, die Sinne auf uns selbst gestimmt.

Wir sehr man dabei die Zeit vergisst, sie nun kein Gewicht mehr besitzt, es sich alles um diesen einen Moment dreht. Die Gedanken in einem friedlichen Gefecht, der Vorherrschaft in uns drin. Wie die Fahne im Wind sich die Richtung dreht, jeder Gedanke ist schön, versüßt die allgegenwärtige Situation, ein Lächeln steigt in das Gesicht. Glück sich ausschüttet in unserem Gemüt. Es zu oft in Vergessenheit gerät, was wir uns selbst Wert sein müssen. Haben die Hauptrolle in unserem Leben besetzt, schreibt euer Drehbuch selbst, es ist die Rolle, indem ihr euer Leben spielt.

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Watte in der Luft

Blauer Himmel sich endlich wieder zeigt, zu lange verdeckt gewesen, hinter Schleiern, nicht den Willen gehabt sich zu zeigen. Durch Sonnenstrahlen und Wärme gestützt, die Farbe zur Geltung kommt. So viele haben dieses Blau vermisst, die Sehnsucht machte sich breit, es war schon lange an der Zeit, diesen Anblick wieder zu sehen. Es ein Zeichen für Freude und Frühling ist. Die Menschen aus ihren Höhlen nach draußen fliehen, den Tag in vollen Zügen zu genießen. Frische Sommerluft einzuatmen, die ersten Blumen zu sehen. Zu fühlen, wie das Umfeld zu Leben beginnt. Die vielen Farben, die dabei entstehen. Das feierliche Blau nun nicht mehr alleine steht. Noch so manche Watte in
der Luft, als wäre der Himmel getupft. Viel mehr der Rest, aus dem Trübsal bestimmt, die letzten Fetzen der Wolkenwand, die sich über Tage gehalten. Die Schönheit uns verborgen hat.

Alles ist wieder in einem angenehmen Licht zu sehen, die Hüllen, die wir tragen, immer weniger sind. Es keinen Sinn mehr macht, sich so verpackt in der lieblichen Sonne zu sehen. Eine Melodie in uns klingt, der Frühling steht in greifbarer Nähe vor der Tür. Der erste Vogel, der singt, seinen Liebesschwur in die Weite hinein. Mit der Hoffnung tragend, dass die Zeit ein Ende hat, in der er allein, die schönen Tage genießen kann. Das turtelnd zu zweit, ein gedanklich schöner Beginn. Alles im Leben wieder viel mehr Freude macht. Ein Neubeginn, in der die Liebe siegt, die Sonne lacht und uns wieder die Freude und Leidenschaft bringt, die so sehr gefehlt hat.

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Schließe die Augen

So vieles um uns herum, das einen blendet. Die Wahrheit in einem falschen Licht erscheinen lässt. Ein falscher Spot, ablenkt von der Wirklichkeit. Lichter, denen man folgt, weil sie einen faszinieren. Sie schimmern so schön, bewegen sich unentwegt. Die Quelle verborgen bleibt. Wenn man nicht aufpasst, den tatsächlichen Fokus verliert. Zu träumen beginnt, nicht merkt, wie die Zeit vorbei rinnt. Verlorene Zeit, die nicht mehr zu retten ist. Der Moment nicht wahr werden soll, der Moment, in dem man begreift, es ist bereits zu spät. Die Realität einen eingeholt hat, man es selbst gar nicht gemerkt, wie schnell doch alles geht. Schließe jetzt meine Augen, will klarer sehen.

Kein Licht, das mich blendet oder gar in die Irre führt. Alles so klar erscheint, auch wenn kein Tageslicht meine Netzhaut erscheint. Die Gedanken in mir das Bild ergeben, mit Emotionen gewürzt in allen Ebenen, die man zuvor nicht gesehen. Ich bin nicht blind, ich kann jetzt alles sehen. Auch die Nebendarsteller, die sich in die Bühne schlichen, einen Status im Schauspiel erklommen. Auch ein Teil davon zu sein, meist unbeachtet, doch kann es entscheidend sein. Das Detail, was man im ersten Moment überblickt. Nun richtig gewertet, es einen Teil zum Ganzen beiträgt.

Die kalte Winterluft uns frischen Sauerstoff beschert, die Gedanken glasklar, ohne falsche Bedenken. Wie ein Meer, aneinandergereihter Harmonie, Wellen sich um alles bewegen, die Sinne sind frei, frei zu empfinden und zu fühlen, was uns bewegt. Rhythmik in jeder Faser, alles miteinander verbunden, jedes Hindernis überwunden. Integriert als Bestand, nicht ignoriert, als Teil von einem als selbst akzeptiert, es zum Leben gehört.

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Gedanken sind frei

Beginne innerlich zu blühen, Schönes widerfahren ist. Ob der dargebotene Preis dafür angemessen ist, zumindest in der Hinsicht, eisern und diszipliniert. Es keine Tagesordnung ist, was mir widerfahren ist. Nichts grundlos jemanden widerfahren wird, zeigt es deine wahre Stärke, dein Gesicht. Zeigt dich selbst, wie kein Spiegel es zeigen kann. Dein Steuerelement, das dich aus dem Innersten führt. Dir die Türen zeigt, durch die nur du alleine kannst hindurchgehen. Es deine Entscheidung ist, welche Tür du hinter dir wieder schließen wirst. Es kein richtig oder falsch gibt, sondern nur eine Entscheidung, die fortan deinen Weg begleiten wird.

Ein Leben geht, ein anderes entsteht. Der Kreislauf, der uns in seinen Bann zieht. Mit schier unerschöpflicher Kraft, sich treiben zu lassen, es nur auf andere Wege führt. Als die, die man selbst gewählt. Sich gewünscht, als Schicksalsschmied, nur ist keine Glut nach außen zu sehen. Es aber bei Laune hält, nicht erfrieren lässt, in seiner Stärke sehr ausgeprägt ist. Natürliches Gefallen, uns in allem fasziniert, das, was wir nicht zu verstehen in der Lage sind. Wir es erleben, wie eine Dirne, die sich dafür bezahlen lässt. Ein Spanner, der nicht davon ablässt, die Angst in sich trägt, jeden nur noch so kleinen Blick erhaschen lässt. Die Gefahr, der Untergang, wenn es einen zu sehr einnimmt und wir der Lage nicht mehr Herr sind. Die klare Sicht verwischt, vergessen, was im Leben tatsächlich zählt.

Die Herausforderung wie eine Liebe ist. Die tief in uns blicken lässt, uns verletzbar zeigt. Einer Macht ausgesetzt, die mit eigenen Waffen in ein Gefecht geht. Mit allen Raffinessen bestückt, jede Hinterlist besitzt, ohne einem Schild in der Hand, die Hiebe klaffen tief. Unsere Emotion, wie ein neuer Trieb, der das Sonnenlicht erblickt, zielgerichtet in die Höhe sticht. Ein Ziel in uns schwebt, geprägt, wie der Drang nach der Luft zu atmen, die uns umgibt. Hürden zu nehmen, über sie zu springen, den geschafften Weg bereits als erfüllt zu sehen. Mit welchen Sinnen wir übermannt in unser neues Spiegelbild blicken, wenn unser fernes Ziel nah, das Leben, das wir uns gewünscht, endlich da.