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Sternenschleier

Die Nacht macht sich bereit, die Schleier zu ziehen. Der Vorhang geht, es ist sternenklar. Hoch am Himmelszelt leuchten die Sterne, heller Glanz durch die klare Nacht. Es ist weit zu sehen in die tiefe der Nacht. Alles erscheint so wunderbar. Es funkelt im Lichtermeer, das scheinbar unendlich ist. Kein Land ist zu sehen, nur viele Geheimnisse, die im Gebilde ihrer Konstellation sehr schön. Geschichten und Bände gäbe es darüber zu erzählen, was man alles glaubt, sogar in die Zukunft und Vergangenheit lässt sich sehen.

In jeder Kultur die Sterne für etwas anderes stehen. Am schönsten ist es anzusehen, wenn der Himmel keine Schleier trägt, die Schönheit in der Nacht zur Geltung beiträgt. Die Romantik sich in der Dunkelheit von ihrer warmen Seite zeigt. Liebespaare, die in diesen Momenten vereint, besonders gestimmt und sind bereit für etwas Zweisamkeit. Liebesschwüre wurden in solchen Nächten geboren, Versprechen gegeben, die Liebe getauscht auf würdevollen und lieblichen Wegen. Der Zauber, den nur so eine klare Nacht vermag.

Angeschmiegt an seinem Liebsten in vertrauter Zweisamkeit. Sich wärmend, schützend, eng aneinander, die Blicke in dieselbe Richtung vereint. Philosophisch in die Ferne blickend, Traumschlösser werden gebaut, Gedanken verschmelzen. Es ist ein Konzert, dessen Orchester im Hintergrund spielt. Einer Oper, die im Herzen gesungen, eine Zukunft bestimmen wird. Welch schöne Gedanken in die Sternennacht fliegend, ihren Wunsch mit sich tragend, als Botschaft zu den Sternen eilt.

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Der Kürbiskern

Der Genuss, der über mich kommt, auf feine Art stimuliert er meine Knospen. Die einen nussigen Geschmack entfalten. Mich verwöhnen und mir auf ölige Art sagen, du schmeckst wunderbar, auch wenn die Farbe nicht gewöhnlich, vielleicht sogar abschreckend ist. Es sich so wunderbar mit fast allem vereint, ergänzt und den Geschmack, der auf der Zunge liegt, in Exstase wiegt. Mühsam gepresst die edlen Tropfen, viel Liebe und Arbeit in ihnen steckt. Gereift in Halloweens Kostümen, viel Sonne über viele Tage einverleibt.

Energie mitgenommen, die Sonne im Herzen getragen. Aus dem Inneren gefangen, zum Trocknen in die Sonne gelegt. Mit viel Druck zueinander geführt, bis der letzte Tropfen aus den Poren fließt. Gesammelt und frisch macht sich die Essenz breit, geschmacklich ausgefeilt es niemanden gibt, der diesen Geschmack inne trägt. Der Kern ist entscheidend, wo er wächst und gedeiht. In der Steiermark zu Hause, in der Sonne gereift. Zu einer Köstlichkeit, die viele Speisen die besondere Note verleiht. Es schmeckt so fein, auf Salat und dazu ein Gläschen Wein.

Auf Nudeln verteilt oder mit schwarzen Broten. Es ist so schmackhaft und gedeiht. In der schönen Natur zu Hause, bis die Ernte bereit. Das köstliche Öl zu gewinnen, für die Feinheit in Speisen, die Sinne in die Irre zu führen. Ich kann es nur empfehlen und das ist gewiss, einmal in den Fängen, es einen sehr lange begleiten wird. Danke für diesen wundervollen Geschmack. Ich genieße es am Tage und in der Nacht. Wenn es wieder nach etwas Besonderem verlangt, mein Gaumen danach schreit. Dann ist die Zeit gekommen für diese Herrlichkeit.

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Mit einem Lachen im Gesicht

Die Sonne strahlt, der Winter kämpft kläglich um seine Vorherrschaft. Es ist abzusehen, dass der Winter sich wieder verzieht und der Frühling in vollen Zügen zur Geltung kommt. Die Temperaturen steigen und lassen das Minus davor schwinden, die Wärme kommt, auch wenn es nur langsam nach oben geht. Die letzten Schneehaufen schmelzen im Angesicht des warmen Sonnenlichts.

Es ist an der Zeit, dass wieder alles zu blühen beginnt. Das Leben vor der Türe wieder spielt. Im Freien zu Hause, den Augenblick gefangen, den Moment in vollen Zügen zu seinem eigen gemacht. Es ist eine schöne Zeit, in der wieder alles zum Leben beginnt. Zu vieles hat schlafend vor sich hinvegetiert, die Kälte zur Ruhe und tiefen Schlaf genutzt. Die ersten Blicke erhaschen einen Eindruck der neuen Welt, die sie nun sehen.

Ihr Neues zu Hause beginnt, wenn alles um sie herum zu blühen beginnt. So wie ihr eigenes Leben, ein neues eben. Mit einem Lachen im Gesicht freue ich mich unentwegt, auch wenn ich schon etwas länger leb. Jedoch die Freude bleibt in dieser Zeit. Das Leben um mich herum zu entdecken. Im Mittelpunkt zu sein, im Freien zu sein. Die Gezeiten so wichtig sind, nichts bleibt in einem Trott. Vielmehr eine Faszination, die immer auf das Neue entzückt.

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Der Duft der Frauen

Betörende Düfte schweben durch die Straßen und Gassen in der Stadt. Viele Versprechen liegen in der Luft. Jeder Duft mit einer anderen Geschichte lockt. Die Geheimnisvolle, die ihre Qualitäten nur im Verborgenen trägt. Die Sportliche, die viel im Freien ihre Zeit verbringt. Die Genießerin, bei der die Zeit wie im Fluge verrinnt. Die Gärtnerin, bei der alles nach Blumen riecht. Die Powerfrau, deren Lebensinhalt das Business ist. Die Romantische, deren holziger Geruch in die Irre führt.

Viele Fantasien zum Leben entstehen, erst die eigene Note es zur Vollendung bringt. Wie sehr man jemanden liebt, hängt davon ab, wie gut er für uns selbst riechen mag. Dabei zählt nicht, welche Geschichte dieser Geruch erzählt. Die eigene Note, der Duft, der uns als begehrenswert und reizvoll hinstellt. Genau der Geruch, der Geborgenheit, Sicherheit und Abenteuer verspricht. Unsere eigene Marke, unser Prädikat, das es nicht zu fälschen gibt.

Wir selbst sind dadurch ein Unikat, das uns unverwechselbar macht. Für jemanden ganz bestimmten, der dieser Verlockung nicht widerstehen wird, gefangen im Bann unserer Leidenschaft. Aussehen sich verändern mag, der Geruch jedoch, uns begleiten mag, ein Leben lang. Wie eine Melodie sich es in unserem Herzen speichern mag. Die Individualität, die so einzigartig ist. Ich folge dieser Spur, solange ich sie riechen mag.

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Wenn der Vorhang fällt

Auf der Bühne gehen die Lichter aus, es war das letzte Stück. Das Publikum begeistert, meisterlich inszeniert. Es gab keinerlei Zweifel, das, was sie sahen, war echt. So echt, wie der Glaube, den man in den Händen hält. Das Glück, auf das man hofft, wenn man in einer Verzweiflung steckt. Den Wunsch nach Freiheit, wenn man in einem Käfig sitzt. Alles erscheint in einem Spiel so greifbar nah, als würde es einem serviert. Die Wahrheit doch oft im Verborgenen liegt. Nichts wird einem geschenkt. Es viel wichtiger ist, selbst den ersten Schritt zu gehen, seinem Ziel entgegen. Zu seinem eigenen Stück.

Die eigene Bühne, die darauf wartend erpicht, dass die Rollen bestückt eine wundervolle Geschichte erzählen wird. Serviert in mehreren Gängen, nicht an einem Stück. Ein mehr gängiges Menü und zwischen den Speisen ein Kunststück, eine Bewunderung, ein Zauber, der in der Luft liegt. Vieles ist nur Illusion, es wirkt aber echt. Weil wir tief diesen Wunsch in uns hegen, dass wir etwas besonders sind, bevor der Vorhang fällt.

Spielend auf den verschiedenen Bühnen der Stadt, Maske auf, ein neues Publikum ist erwacht. Aus dem Alltag heraus etwas Neues zu sehen. Altes abgetan, keiner wird es verstehen, warum man sich daran schon sattgesehen hat. Der Appetit ist unentwegt, kalt serviert, im Funkeln der Lichter in der Nacht. Die Bühne ist nun meine Welt, in der das Licht neu verrückt, ein anderes Bild ergibt. Alles neu positioniert, es passiert gerade im Moment. Schön, wenn ihr dabei seid, ich hoffe, ihr habt reserviert.