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Gedichte

Wer bist Du eigentlich?

Sehe in deine Augen so wunderschön, dennoch sind sie leer.
Sehe dein Lächeln auf den Lippen, doch berühren sie mich nicht.
Sehe deinen Hunger nach Liebe, dennoch greifst du ins Leere.
Sehe dein freundliches Gesicht, doch ist alles nur aufgesetzt.
Sehe deinen Mut und Eifer, dennoch bist du ein kleines Licht.

Spüre deine Nähe, doch wird es mir nicht warm.
Spüre deine Fürsorge, doch gilt sie nur dir selbst.
Spüre die Enge, die du nicht siehst.
Spüre die Zwänge, doch du siehst den Käfig nicht.
Spüre die Fäden, doch bin ich keine Marionette.

Fühle den Zorn in dir, doch bin ich nicht der Grund.
Fühle den Widerstand, doch gibt es keine Zwänge.
Fühle den Krieg in dir, doch bin ich nicht der Feind.
Fühle wie an den Rissen eine Liebe zerbricht.
Fühle den Boden unter den Füßen, wie es ihn wegzieht.

Entferne mich von dir, alles erlischt.
Entferne meine Liebe, sie alleine reicht nicht.
Entferne mich aus dem Spiel, deren Einsatz das Leben ist.
Entferne das Leiden, was nicht gut für mich ist.
Entferne den gemeinsamen Weg, es passt nicht zusammen.

Hoffe, dass du verständnisvoll gehst, nichts in die Länge ziehst.
Hoffe, dass es sinnvoll ist, wenn jeder seinen Pfad geht.
Hoffe, es ist nicht zu spät, es muss dennoch sein.
Hoffe, du findest dich selbst, begreifst eines Tages die Zeit.
Hoffe, es kommt der Moment, in dem dir alles klar erscheint.

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Gedichte

Innerliche Stimme

Der ständige gedankliche Gesprächspartner im Hinterkopf, so viele Themen, die bewegen. Die richtige Strategie es zu finden gilt, durch die anfordernden Wellen zu bestehen. Ein stürmisches Unterfangen, die Umgebung rundherum, viel abverlangt, einschränkt in der Freiheit, die man liebt. Ein Käfig, in dem man lebt, die Gedanken gefesselt sind, es kein Leben ist, das für die Zukunft bestimmt ist. Ein Ende zu finden, wenn die Möglichkeiten eng gesteckt sind. Es Tatkraft und Entschlossenheit abverlangt, nur dann kann das Ziel erreicht sein. Es darf dabei niemals vergessen sein, das eigentliche Reiseziel.

So viele Aufgaben und Ideen schlummern vor sich hin, warten auf den richtigen Moment, die Freiheit zu erfahren. Sich voll und ganz zu entfalten, sich weit über alles hinweg zu erstrecken. Es immer wieder Geduld bedarf, eine Tugend, die einem Sieger nicht unbedingt liegt. In der Hinsicht gab es viel zu erlernen, mit Strategie im Gepäck und Vernunft nicht überstürzt durch Wände zu fliegen. Zu fokussieren, was man wirklich anstrebt, auch wenn der Weg oft einiges abverlangt und seine Zeit in Anspruch nimmt.

Das Resultat am Ende zu sehen, zu spüren und innerlich im Frieden zu sein. Die Ideen, Wünsche und Träume entfalten, ist es jetzt klar, worin das wahre Leben besteht. Kein Tag soll am Ende des Lebens in Erscheinung stehen, was wäre geschehen, wenn ich es doch nur probiert hätte, einfach versucht. Nein, das ist der Weg, den ich gehen muss. Zumindest habe ich es dann versucht und kann mit stolzer Brust und aufrechtem Gang durch mein Leben schreiten.

Als Gladiator und stolzer Mann, der mit eigener Kraft alles geschafft hat und hinter sich hat, was auch immer ihm im Weg stand. Aus Steinen baue ich Brücken, wo andere eine Flut sehen, setze ich die Segel, im Sturm drehe ich mit dem Wind. Kein Ziel bleibt unerreicht, es ist die Vorstellungskraft und die dafür nötige Disziplin, die inne herrscht. Es ist alles auf dem Weg, es herrscht die innerliche Stimme, die uns reflektiert und uns immer wieder infrage stellt. Ein Garant dafür, nicht unüberlegt in eine falsche Richtung gehen.

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Geschminkt durch die Straßen

Die fünfte Jahreszeit ist im Gange, die roten Nasen werden herausgekramt. In Rollen geschlüpft, ein Lachen aufgesetzt. Es ist die Zeit, in der die Masken getragen werden und man selbst gehüllt in festlichen Gewändern durch die Straßen zieht. Es ist im Volke beliebt und Kamellen fliegen durch die Luft. Straßenzüge mit Menschenmassen, hindurch die Festwagen fahren und mit lauter Musik das Publikum beschallen. So viele Charakteren sind dabei zu entdecken, der eine als Pirat gekleidet, eine andere als Fee geschmückt. Rote Bäckchen und Perücken, die Ideen sind verrückt und man merkt, welch Mühe in den einzelnen Kostümen steckt.

Schunkelnd und tanzend sind alle aneinandergereiht, den Frohsinn nach außen strahlend und alle sind glücklich und friedlich zusammen. Der Seemann neben dem Clown, die Giraffe Hand in Hand mit einem Schlumpf. Der Avatar mag es farblich lieber blau, es wird getrunken und gelacht und reichlich dabei ausgeschenkt. Alle gehen außer sich und genießen diese verrückte Zeit. Die Köstlichkeiten fliegen dabei durch die Luft, regnen herab auf das Feiervolk. Es wird geküsst und umarmt, alle haben sich lieb. Angeheitert von der Stimmung und der Musik, die durch die Straßen auf Wagen gezogen wird.

Ein lustiges Schauspiel, das in der fünften Jahreszeit auf den Straßen zu sehen ist. Ein neues Ureinwohnervolk, das es nur einmal im Jahr zu sehen gibt. So viele Facetten von Menschen an auf einem Fleck. Das Fest der Freude und des Lachens, ausgiebig zelebriert und genossen über viele Stunden hinweg. Schon am frühen Morgen sieht man die Gestalten durch die Städte ziehen. Sich vorbereitend auf den großen Moment, auf das sie sich schon so lange in Vorbereitung und Freude nach gesehnt.

Bis spät in die Nacht wird gefeiert und getanzt, nicht selten endet das in trauter Zweisamkeit und als Resultat für Nachkommen wird gesorgt. Eine lustige Generation, die auch in der Zukunft verspricht, dass es Kamellen vom Himmel regnen wird. Schön anzusehen und dabei zu sein, einen Maske aufzusetzen oder in eine andere Rolle zu schlüpfen. Den Gefühlen an diesem Tage freien Lauf zu gewähren und für einen Moment völlig frei zu sein. Darum Hände in die Höhe und habt viel Spaß dabei, feiert mit Freude und euren Liebsten. Das Lachen ist hoch angesagt und soll auch so sein.

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Nur ein Lächeln

Das Gesicht ist groß und rund, die Backen rot und vergnügt, die Mundwinkel verzückt. Ein Lächeln strahlt über das Gesicht, der Moment, in dem alles andere vergessen wird. Man frei ist von seiner Pein und ein Lachen, wie von selbst in das Gesicht gezeichnet wird. Die Falten dazu im Gesicht werden reaktiviert, viel zu lange ist es her, herzhaft zu lachen, keine Maske, die aus Höflichkeit getragen wird. Kein aufgesetztes Schmunzeln, das nach außen gezeigt wird. Sondern tief aus der Seele heraus, zu lange war dieses schöne Lachen gefangen, das alle in den Bann zieht.

Die Erinnerungen, die tief in einem begraben sind, dennoch sind sie da für die Ewigkeit. Die natürlichen Schranken, die das Lachen in seine Ecke weißt. Eingeschüchtert und fehlender Mut dazu, nach außen zu dringen, die Perspektive zu wechseln, alles mit anderen Blicken zu sehen. Die Türen und Fenster zu öffnen und mit hellen Licht das neue Leben zu sehen. Der Moment, in dem man gefangen ist, es dunkel um einen herum ist, der Himmel mit grauen Wolken behangen, es kalt ist. Niemand da, der uns schützt, uns fallen zu lassen, ohne dass man dabei hart aufschlägt.

Ein anderes Lachen, das sich wie Feuer unter Wind innerlich verbreitet. Ein Lachen, das uns ganz und gar nicht gefällt. Es immerzu im Hinterkopf schallend klingt, gar verfolgt, als hätten wir versagt. Es so einfach ist, sich dem hinzugeben, nicht noch einmal aufzustehen, das Leben erneut zu leben, in dem alles anders wird. Solange wir dazu in der Lage sind, unser Lachen zu ändern, es zu befreien, den Schmerz, den wir in uns tragen, zu akzeptieren. Als Teil von uns, erst dann sind wir frei. Es ist der Moment, in dem es zu entscheiden gilt.

Wir unsere Zukunft gestalten, was weiterhin aus uns wird. Nicht, wer wir sind, sondern was wir sein wollen. Oft reicht nur ein Lächeln, das es bereits tief verborgen in uns gibt. Alles zu ändern, was wir uns vorstellen können. Die Liebe, das Leben, einfach alles, was uns umgibt. Habt den Mut, euch zu befreien und euer schönstes, innerliches Lachen zu zeigen. Es ist die richtige Zeit, alles mit der Wärme, die euer Herz umgibt, die Welt zu erkunden. Es mit Paukenschlag und Trompete in der Hand, es laut hinauszuposaunen, es geht uns gut. Ich liebe das Leben und bin dankbar dafür.

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Feiger Winter

Bisher war der Winter nicht wirklich da, nur ein Hauch an Kälte, die durch die Felder weht. Zu stark die Saharawinde, die mit Sand im Gepäck sich niederlegten. Ein wenig Urlaubsgefühle kommen da zum Tagesschein. Die Krokusse blühen und sprießen zahlreich aus den Böden. Der Sonne entgegen und leben farbenfroh als bunter Teppich über den Boden verteilt. Versprechen des lang ersehnten Frühlings, vom eigentlichen Sommer nicht mehr weit. Doch der Winter ist gerissen und macht, was er will. Kommt oft unerwartet und schnell. Oft über die Nacht und das kalt und hart.

Alles ist dann gefroren, nichts ist mehr, wie es war. Als bliebe die Zeit für einen Moment stehen. Alles in Eis festgehalten und der Schein trügt, das funkelnde Glitzermeer, das über die Weite zu sehen ist. Der bunte Zauber, der alles hüllt, doch ist das alles ein gefangener Moment und vertuscht dabei, dass alles wunderschön stirbt. Der Winter noch feig versteckt, hat noch nicht die richtige Lust dazu, die Länder in seinen Bann zu fangen. Alles im Moment der Kälte festzuhalten. Zu umgreifen und die Welt in eine eiserne Starre zu versetzen.

Eiserne Hand, die nach dem Land greift, in der Nacht der Hauch des Winters nach allem greift, was er überstreift. Eiserner Wille, nichts bleibt verschont, alles wird genommen, erfrischt und in eine andere Jahreszeit versetzt. Nur gut, wenn man mit dem angefressenen Speck dafür vorgesorgt hat und die Kälte ruhig im Schlafe übersteht. Der Körper in völlige Tiefenruhe versetzt ist und es nur die Zeit bedarf, die ein Winter sich wünscht, im Lande zu sein. Etwas Glück, während andere es lieber verschlafen und erst wieder erwachen, wenn das Land im Frühling ist und die Sonne herrlich scheint.

Dennoch hat auch der Winter Charm, das Spielen im Schneegestöber, fahren auf der Eisbahn, die tanzenden Flocken um einen herum. Die Träume, die dabei entstehen, die weit geöffneten Augen, die in die bunten Kristalle sehen. Das Lachen, das durch die Weite hallt, vor Freude und Zufriedenheit. Feiger Winter hält sich bedeckt, kommt vielleicht noch in der dunklen Nacht, dass alles gefriert und der Winterzauber auch dieses Jahr nicht vergessen wird.