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Haarig

Schnipp, schnapp, da waren die Haare ab. Ein kleines Wesen beginnt einen neuen Lebensabschnitt, einen neuen Teil im Leben. Mit kürzeren Haaren und einem fröhlichen Lächeln im Gesicht. Schwungvoll den Kopf hin und her geschwungen, in Szene gesetzt. Ein netter Anblick, wenn man in ein Gesicht blickt, das aus tiefer, ehrlicher Freude heraus lacht. Einfach schön, jemanden glücklich zu sehen. Ein Lachen, das einen ansteckt, man kommt daran nicht vorbei. Die Momente, die das Leben schreibt, und passieren, weil man sie in sein Leben zieht.

Die Haarpracht war zuvor sehr lang, viel Pflege nötig, störten ständig im Blick. Die Sicht ist nun wieder frei, das Lachen strahlt in alle Richtungen, alle können es sehen. Was für ein netter Mensch doch dahinter steckt. Viel zu lange lag das liebliche Wesen dahinter im Verborgenen. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die so herzlich und unbeschreiblich sind. Ich freue mich darüber, wenn ein Lachen die Umgebung schmückt. Andere inspiriert, dass alles im Leben so wertvoll ist. Auch wenn es Tage gibt, an denen man das vielleicht vergisst.

Der Frühling kommt, die Haare sitzen. Schwingen wild durch die Luft, jede Bewegung eines Tanzes gleich, der harmonisch geschwungen sich der Neigung legt. Schimmernd glänzend, völlig lose, die Freiheit genießend, getragen mit einer vollen Zufriedenheit. Wie viele Frisuren wir in unserem Leben tragen, weiß wohl niemand, nicht einmal wir selbst. Sie tragen dennoch dazu bei, einen Teil unserer eigenen Geschichte zu sein. Solange sie uns begleiten, mal länger, mal kürzer. Bunt rasiert oder völlig wirr. Ein Ausdruck unseres Selbst für den Moment, in unserer Erinnerung für die Ewigkeit.

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Wissen ist überall

Wohin sich unser Wissen interessiert hinwendet, Synapsen sich bilden, unseren Verstand formt. Den Fokus setzt, die Faszination in uns auslöst. Die eigenen Fähigkeiten sich verändern, ihren neuen Aufgaben hingeben, sie leben, alles in uns verändern werden. Nichts geht verloren, nur werden die Lichter neu gesetzt. Aus dem Wissenshunger heraus angetrieben, keine Sättigung in Sicht. Mit Beständigkeit werden die Ziele verfolgt. Eine Fütterung für unseren Wissensdurst, wenn uns wirklich etwas daran liegt, interessiert. Der Einsatz dafür ist immens, eine hohe Energie es bedarf, aufgewendet wird, bereitgestellt durch uns selbst.

Es gibt keinen festen Ort, Wissen ist überall verteilt. Wo wir sind, wohin wir gehen. Was wir sehen, fühlen und schmecken. Mit unseren Händen berühren, Musik, die wir hören oder fasziniert uns den Reizen hingeben, die vor uns passieren. So vielseitig es in allen Ausprägungen passiert, an uns herangetragen wird. Die Freude am Wissen bleibt, verliert auch in der Zukunft nicht an Gewicht. Es macht Spaß und Sinn, besonders wenn man ein bedeutender Teil davon wird. Die Neugier uns weiter vorantreibt. In neue Gebiete, die es für uns selbst zu erforschen gibt. Neues zu entdecken.

Es ist schon verrückt, wie selbstverständlich es für uns ist. Jeden Tag etwas mehr zu erfahren, der Hunger nicht zur Ruhe kommt. Den großen Fragen, folgend auf den Pfad der Erkenntnis, der Gewissheit, dass dieses Rätzel gelöst ist. Die Suche am Ende ist. Unser Wissenshunger für eine Zeit gestillt ist, bis wieder die Jagd, beginnt. Es ist wundervoll, ein Jäger zu sein, seine Beute mit anderen zu teilen, gemeinsam mehr erreichen, nicht alleine wissend zu sein.

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Wenn die Blumen blühen

Blicke in die Weite erstrecken sich in das Land. Sehe in die Ferne, alles um mich herum so bunt. Alle Blüten wunderschön. Ein unendliches Farbenmeer, keine Ufer zu sehen. Im Winde umwogen, sich hingebungsvoll biegend, des Windes Richtung gleich. Wellen sich malen, in einem Gemälde, das nicht still. Kunstvoll die Liebe sich zeichnet, voller Gefühle. In einem Ozean, der noch unentdeckt, zuvor war er so nie so zu sehen, ein wundervoller Anblick. Als Kapitän möchte ich so gern hinausstechen in das Meer, alle Farben sehen, die Blüten so verlockend sind, das Farbenspiel mich zu faszinieren beginnt.

Eine Leidenschaft entsteht, wenn die Blumen blühen. Lebende Kunstwerke in der Sonne stehen, jede Einzelne geschmückt, Reize nach außen tragend, Verlockung in sich habend. Nur ein Leben in Symbiose es so schön blühen lässt. Dieser anmutige Anblick einen Zauber in sich trägt, wie schön das Leben ist. Die Realität zum Greifen nah. Man sich die Zeit nimmt, den Moment verinnerlicht, sich fallen lässt für diesen Moment. Keine stürmische See in Sicht. Ein gleiten dahin an einem lauen Sommertag. Es so besonders ist. Schön, wie verbunden alles miteinander ist.

Die Farben nicht alleine stehen, duftende Winde fliegen umher. Berühren meine Sinne, locken und reizen, bringen mir mit sanfter Stimme eine Botschaft des Glücks und der Zufriedenheit. Jeder Geruch ist wie ein Dialekt, der einzigartig ist. Erinnerungen in mir hervorruft, neue schreibt, offener Geist, für alles bereit. Mein Bewusstsein ist im Einklang mit sich selbst. Ich genieße diesen Augenblick, sauge alles in mich auf, erinnere mich immer wieder mit Freude daran, wenn die Blumen blühen.

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Schmausefalle

Leckere und gute Speisen an jeder Ecke, Düfte stecken in der Luft, locken mit kulinarischem Genuss. Den Gaumen verzaubernd, eine Zufriedenheit verspricht. Träume entstehen, Endorphine ausschüttend, ein Gewitterwald der Reize in unserem Kopfe entsteht. Gedankliche Reiseziele sich zeigen, für einen Moment sind wir an einem anderen Ort. Urlaub für einen kurzen Moment. Der Geschmack unsere Sinne ziert und stimmt. Ein schönes Gefühl, das uns umgibt, der Moment, in dem wir in der Falle. Dem Schmausen, der Verlockung hingegeben. Der köstliche Geschmack lange in uns währt. Für die Zukunft gemerkt, schöne kleine Reise der wir nun Teil.

Die Medaille zwei Seiten hat, das Glück, was uns versprochen wird, verlangt nach immer mehr. Diese Speisen ein Gefühl in uns löst, das wir es brauchen, viel zu oft. Der Anspruch steigt, das Besondere verloren geht. Wieder mit klarem Verstand die Wahrheit zutage kommt, sich der Genuss am Körper trägt, viel zu sehr man sich in der Schmausefalle wieder fand. Die Siegel gebrochen, ein neues Land es gilt zu erobern. Nicht nur in Gedanken getragen, die wirkliche Reise beginnt. Den Genuss vor Ort zu haben, nun auch die Umgebung stimmt.

Der Genuss nun nicht Stück für Stück an uns herangetragen wird, vielmehr sind wir schon dort. Die Reize im Zaum, es die Wirklichkeit ist. Es liegt an uns, welchen Reizen man sich hingibt. Welche Träume man verfolgt, wohin die Reise in der Zukunft hingeht. Erinnern werden wir uns gerne an die Träume, an die Ferne. Der Genuss in uns lebt, in Wirklichkeit viel intensiver und schöner ist.

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Tiefe Liebe

Eine Melodie läuft im Hintergrund, die Blicke starren in die Leere. Die Gedanken liegen in der Vergangenheit, im Jetzt, in der Ferne. Ein Resümee sich bildet, schöne Momente. Tief empfunden, es so viele Gründe gibt, was wirkliche Liebe ist. Gespickt mit Höhen und Tiefen, so vieles geschafft, mit einem Schmunzeln blickend auf die Vergangenheit, nicht alleine erlebt, wir sind nie allein. Es die Lebensabschnitte sind, die einen ein Leben lang in Verbindung bringt. Vieles in dem Moment so einfach erscheint, da man es schon hinter sich hat. Wie verrückt und chaotisch war doch die Situation, als man mitten drin alles erlebt hat. Viel Zeit später, es nur noch ein Lächeln kosten wird. Unbezahlbar diese Errungenschaft, festgesetzt in der Erinnerung.

Die Zukunft bestimmt, neue Aufgaben mit sich führen wird. Es gibt nichts, das diese Bindung mehr erschüttern wird. Gebrannt, gebunden und sicher für die Zukunft bestimmt. Es keine Rolle spielt, welche Außenwirkung das hat, hier geht es um uns, die Rolle, die wir tragen. Es bei Weitem keine Verliebtheit mehr ist, viel mehr eine Liebe, die stetig weiter wächst. Jedoch ist auch diese Liebe mit Elementen bestückt, bei denen es reicht, ein Augenblick, der das auslöst. Ein tiefer Blick, ein Lächeln, ein Funkeln im Auge, es keiner Worte bedarf, niemand spricht. Die Momente, die nur in einer Verbundenheit klar, Menschen, die aufeinander abgestimmt sind. Eine Verbindung besteht, es tief empfundene Liebe ist. In der man sich ohne Worte versteht.

Jede Berührung immer intensiver ist, mit Vertrautheit bestückt, es so wunderschön ist. Wenn man diese Empfindungen in der Zukunft als sein Eigen nennen wird. Diese Wahrheit nicht käuflich ist, es einen mühsamen Weg dazu bedarf. Es auch kein Ende hat, fortwährend, auch wenn der Tag zu Ende geht. In der Nacht ein Griff zu der vertrauten Hand, ein liebliches Robben an den Partner heran. Die Liebe spürend, nicht alleine zu sein. Diese Momente, in denen alles andere keine Rolle spielt. Keine Inszenierung, kein Theaterstück. Nur ein tiefes Empfinden, das sich in unserem Herzen niederlegt.

Wenn man seinen Gegenüber immer intensiver wahrnimmt, ein Teil von einem wird. Alles ineinanderfließt. Eine Harmonie sich wie ein schützender Schleier um einen legt. Zu wissen, dass man sich vertrauen kann, füreinander da ist, die Liebe zu spüren. Tiefe Liebe das Schönste ist, das wahre Gut, das jeder in sich trägt. Den Mut dazu zu haben, es zu teilen und zu verbinden für die Ewigkeit. Liebe soll immer wieder aufblühen, wie eine Rose, die in Wärme gewogen sich zeigt, wenn mit Wärme die Sonne ihre Blätter streicht.