Kategorien
Gedichte

Der Tiger im Leguan

Die Augen starren über die Prärie, der scharfe Blick, das Panorama nicht aus den Augen lässt. Alles wird gesehen, niemand wird übersehen. Es bleibt dir nur ein Versteck, in dem du selbst keinen anderen außer dir siehst. Der Wind streicht mit einem heißen Sommerwind über dein Haar, die Sensoren sind auf jede Regung im Gehege gestimmt und auf höchste Achtsamkeit getrimmt. Kein Entrinnen, nichts wird übersehen oder entzieht sich der konzentrierten Aufmerksamkeit. Es ist der Moment, in der die Jagt in der Luft liegt, das Gebiet genau in Betracht gezogen wird.

Doch was passiert fortan, der Tiger allein, nicht dein ganzes Wesen beschreibt. In Wahrheit lebt auch ein Leguan in dir. Beides zusammen als Tiguan gespannt, bereist ihr die Welt. Dabei nur die besten Eigenschaften von jeden zählen. Beweglich und schnell, viel Kraft und die Augen scharf. Das Gelände für dich deine Heimat ist. Deine Sensoren in alle Richtungen gestreckt, vor Gefahren gewarnt, jeder Situation angepasst. Es nur ein wenig Pflege bedarf und Aufmerksamkeit. Zusammen seit ihr eins, unzertrennlich in einem Gespann, die Eigenschaften von beiden innetragend.

Eine Symbiose, die durch Evolution sich den Anforderungen anpasst, in Harmonie und Ausgewogenheit. Vieler Reisen entgegen, seien sie noch so fern. Gemeinsam seid ihr stark, zueinandergefunden auf eine besondere Art. Euer Schicksal nun dasselbe ist. Alles wird miteinander geteilt, ob Freude oder Leid. Eine schöne Zeit beginnt. Die ersten Meter sind geschafft, es wird sich zeigen, wir stark die Verbindung in der Zukunft hält.

Kategorien
Gedichte

Kunst der Stimmung

Gefühle in uns regieren, wild umher marschieren, die Launen in uns tragen. Zur richtigen Zeit, an den Ort, an dem sie gefordert sind. Unregelmäßig und fort an, manchmal als Schwall in uns drin. Jeden Tag leben wir, mit unseren Gefühle in unserem gedanklichen Palast der Sinne. Sie tauchen immer wieder auf als Instinkt, als Führer oder Begleiter für eine bestimmte Emotion. Leidenschaftliches Unterfangen, dessen Entrinnen nicht funktionieren wird. Es bringt nichts, dagegen zu schwimmen, vielmehr macht es Sinn, sich mit ihnen treiben zu lassen. Auch wenn kein direktes Ziel bestimmt ist.

Die Kunst der Stimmung in uns innehält, unser Handeln bestimmt, alles so einfach in dem Moment erscheint, wenn die Perspektive stimmt. Die Stimmung dazu beiträgt, dass wir Frohsinn verspüren, ohne Reibung auf dem Gefühlsfluss treiben. Mit unseren Gefühlen im Einklang, ein Geben und ein Nehmen, der gemeinsamen Reise entlang. Viele Momente, die uns bewegen, die ohne diese Regungen als Stummfilm ihre Reize verliert. Nichts ist so intensiv, als wenn es mit Gefühlen getragen in die weite Welt marschiert. Die Kunst liegt darin begraben, dass uns die Form und Farbe gefällt.

Sind wir doch selbst der Maler, der den Pinsel hält. Wie weich und zart dabei die Farben aufgetragen werden, bestimmen wir selbst. Mit eleganten Schwüngen die Harmonie zur Geltung kommt, unseren Leib in Wallungen bringt. Andere daran teilhaben und selbst ein Begleiter sind. In unserem Kunstwerk, das wir geschaffen haben. Ein Gemälde, das lebt, das mit vielen Farben und Gefühlen zu einem Meisterwerk herangetragen wird.

Kategorien
Gedichte

Endlich Sommer

Es reicht die verstrichene Zeit, in der die Wolken den Himmel verdecken, sich über das weite Land erstrecken und der Sonne die Sicht verwehrt. Es ist die Zeit gekommen, in der die Wärme ihren Siegeszug über das Dunkle uns beschert. Die Wolkengebilde am Himmel nur noch vereinzelt und schön am Himmel zu sehen sind. Es ist endlich Sommer, es wurde auch höchste Zeit, sich in der Sonne zu baden, sein Leben in das Freie zu verlagern.

Es ist die Zeit, in der die Menschen aus ihren Höhlen kriechen, dem Sonnenlicht entgegen. Wieder im Sonnenlicht leben, lachen, tanzen und Freude haben bis spät in die Nacht. Die Wiesen und Gärten füllen sich mit Leben, es wird gespeist, getrunken und viel Sportliches gemacht. Die Sonnenbrillen getragen, ein Grinsen über das ganze Gesicht hinweg getragen. Es liegt viel Freude in der Luft, die Gemüter werden mit Glück befüllt.

Aufgetankt und nach einer langen Sommernacht, geht es in die eigenen Gefilde zurück. Die Sonne immer noch inne tragend, das Glück, das immer noch anhält, nach Hause getragen. Es ist der Moment, in der sich die Zufriedenheit breitmacht, uns einnimmt und die schönen Seiten des Lebens zeigt. Es ist so wunderschön, wenn die Sonne scheint.

Kategorien
Gedichte

Hollywood

Strahlend glänzend nach außen hin, keine Nuance ist zu erblicken. Strahlend weiß es in die Menge scheint. Das Gebiss, das es zu tragen gilt, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Ob in Wahrheit die Wurzeln verbunden sind mit dem Gesicht oder nur eine brillante Fassade. Ob das zur Geltung kommt, weiß wohl nur der Tragende in diesem Moment. Verspricht es doch die weiße Weste, die man trägt, die sogar aus dem Munde scheint.

Welch Künstler doch zu Werke sind, alles zu kitten, was nicht im Glanze erscheint. Ein Zeichen setzt in der weiten Welt, wie toll und rein doch alles ist. Der Wunsch es ist, perfekt zu sein. Auch wenn dahinter alles zusammenfällt. Keine Fuge und kein Spalt, der nicht präpariert ist für den richtigen Halt. Dass ja nichts nach außen dringt, wie es wirklich gebaut ist, das Konstrukt, das sich dahinter verbirgt. Alles scheint, funkelt bis über alle Spitzen. Im Blitzgewitter der Eitelkeit.

Wie laut wurde dabei geschrien und sich vor der Öffentlichkeit versteckt, hinter der Kulisse, die in der Zukunft getragen wird. Dieses Leid nehmen viele in Kauf, es dienlich wirkt, wenn man weiterhin seine Karriere verfolgt. Niemand erblickt das wahre Gesicht. Masken auf, wir schmücken dich. Alles ist nun aneinandergereiht, Zahn für Zahn, jeder ist gleich. Ein Meisterwerk traditioneller Kunst, getragen im Mund, für jeden von uns zu sehen.

Wie schön du doch bist, für den einen Moment. In der nicht deine Individualität zählt, sondern das Bild, das es zu verkaufen gilt. Abgelichtet für die Welt, dein Marktwert nun steigen wird. Es ist das, was wir sehen, eine Illusion, die zur Wirklichkeit wird. Die Zähne bleiben, auch wenn eines Tages der Vorhang fällt.

Kategorien
Gedichte

Perlen der Nacht

Das Licht fällt nur durch einen Spalt auf die weibliche Gestalt, die in einer Gasse steht. Streift das Augenlicht, das selbst tief wie die Nacht, keine hellen Farben in sich trägt. Geheimnisvoll dieser kurze Blick, der aus dem Schatten erscheint, ein kurzes Aufblitzen, in ihm dennoch Leben steckt. Verborgene Sünden in diesem Augenschimmer versteckt, lässt alles offen, der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Es ist bald Mitternacht, ein anderes Leben blüht, die Nachtgewächse sprühen mit ihrer Energie.

Was wohl hinter diesen Augen verborgen steht, wird immer ein Geheimnis sein. Sein eigenes Bild auf die Situation gestimmt, erzeugt es den nötigen Stoff, aus dem die Träume bestehen. Schwarze dicke Locken verdecken das halbe Gesicht. Das einzige Licht, das in das Gesicht fällt, ist der Mondschein, der sich seinen Weg durch einen Spalt gebannt, hell in die Gasse scheinen mag. Die Sterne am Himmelszelt, die Nebel die durch die Straßen ziehen, runden diesen Augenblick ab. Ein Knistern und leichte Nebel liegen in der feuchten Luft. Die Spannung in uns getragen, die Situation schwummrig schön.

Schwarz ist die Nacht, Augen kurz zum Vorschein gebracht. Die Haare fallen erneut ins Gesicht. Der Kopf dreht sich, der Zauber löst sich, der Augenblick schwindet, was für ein Moment. In der die Fantasie auf Touren gebracht, diese Nacht, die Sterne erhellt, zu etwas Besonderen macht. Es sind die Augenblicke, in denen so viel an Emotion steckt, Gefühle entfacht, die Neugier weckt. Perlen der Nacht, im Kopfe getragen. Sie schmücken die Nacht, nur der Mondschein hat den Glanz zum Vorschein gebracht.