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Kerzensklave

Die Spannung steigt, die Anmeldung wartet bereits. Das Tor zur großen Welt. Mitmischen, anstatt nur zuzusehen. Alles ist gespannt, was der heutige Tag bringen wird. In welche Richtung brennen die Kerzen, die auf dem Bildschirm flimmern, sind sie „short“ oder „long“, die Sprache, die unter den „Tradern“ allgegenwärtig ist. Der konzentrierte Blick in eine digitale Welt, es wird gehandelt und spekuliert. Der eine gewinnt, viele verlieren. Der Basar der Zocker und Spieler, bis einer alles verliert. Das Spiel mit dem Glück, Nerven gehen dabei verloren, Existenzen geschaffen und andere geschröpft. Alles legal oder ist es besser egal. Was ist es wert, mich selbst zu versklaven und den Kerzen auf den Schirm und den gehandelten Werten hinterher zu jagen.

Nichts als der Maus in der Hand und der Tastatur vor einem liegend. Der Monitor zeichnet seine eigenen Kunstwerke ab. Moderne Linien, die sich über die gezeigten Ränder hinauswagen. Ein Hin und Her, ein Auf und Ab. Alles ist kurz und knapp, entscheidet innerhalb von Sekunden über Freude und Glück. Oder den Verlust und den Furchen im Gesicht, die sich tief in das Gesicht schreiben. Wenn man sich der Lust hingebungsvoll aufgibt und vergisst. Was im Leben wirklich wichtig ist. Doch der Reiz ist auf der ganzen Welt aktiv. Ein Schreckensbild und das in moderne Kunst gehüllt. Alles sieht auf den ersten Blick so harmlos aus.

Die wirklichen Akteure sind nicht zu sehen, die ,mit dem großen Einsatz, bei denen es nicht mehr um Gefühle geht. Rein der Profit gilt bei ihnen als interessant. In Nadelstreifen gehüllt, mit einem schelmischen Gesichtsausdruck und immer einen Tipp parat. Nur Fassade ist zu sehen, keine Gefühle und Emotionen, die unkontrolliert nach außen dringen können. Kein Bauchgefühl und Instinkt, der entscheidet, viel mehr sind es geschriebene Programme, die alles an sich ziehen, das Netz und die Wirtschaft leersaugen. Doch auch dieser Zeitpunkt naht, an dem der letzte Tropfen getrunken ist und die Welt daran verdurstet.

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Entspannung pur

Palmen, Strand und mehr. Mit der Prämisse und der Lust begann dieser Tag. Die ersten Sonnenstrahlen noch verdeckt, ein kräftiges Wolkenbild, das zu sehen ist. Doch es liegt etwas in der Luft, die Verspanntheit am ganzen Körper und die Lust, die Seele baumeln zu lassen. Fern weg von allen Medien, die einen sonst begleiten. Sonne pur und der heiße Sand an den Füßen. Die Sonnenbrille auf und einen tiefen Atemzug der erfrischenden Luft, die durch leichte Winde getragen wird. Es ist Sommer, und die Tage werden länger. Der Körper verspürt die Wärme auf der Haut, lässt sie tief in einen dringen.

Bis zum Herzen hin ist die Wärme zu spüren, die sich breit verteilt auf den ganzen Körper legt. Vom sprudelnden Wasser umschlungen und nackt, wie man selbst zur Welt gekommen ist. Ist das Freiheitsgefühl in allen Belangen, eine Erfahrung, die keinem fehlen soll. Ein Tag Genuss pur, ein Egoist für den Augenblick, indem es nur zählt, an sich selbst zu denken. Alle Glieder von sich zu strecken und den Tag in vollen Atemzügen zu zelebrieren. Rundherum zu blicken und das Schaukeln der großen Palmenblätter zu erblicken. Den Sand durch die Finger rinnen zu lassen und durch einen Fruchtsaft in der Hand, die Süße auf den Lippen zu spüren.

Die Haut noch von dem Nass benetzt, im Sonnenstuhl liegend der Sonnen im Augenschein. Der Kopf nach hinten geneigt und der ganze Körper entlädt den ganzen Stress. Es ist beinahe eine Kur, wenn man sich selbst wieder widmet, begreift, wie wichtig es ist, Körper und Geist auch einmal den Freiraum zu geben. An ganz andere Dinge zu denken, etwas anderes zu erleben. Neue Synapsen zu bilden, die rein dem Wohlbefinden dienen. Mit getankter neuer Energie geht es auch wieder in den Alltag mit großen Schritten. Voller Tatenkraft und freien Verstand, motiviert bis über alle Spitzen und geschärften Verstand, das Angestrebte in vollen Zügen zu erleben.

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Blumen in der Hand

Der Duft ist betörend, die satten Farben ein Augenschmaus. Schon von weiten sieht man die prächtigen Farben, verziert im Inneren. Lange dünne Pollenstäbe ragen weit hinaus, im Hintergrund eine bunte Landebahn. Die Nerzbienen sind herzlich eingeladen, sich brummend im Nektar- und Pollenbad zu laben. Die Pollensäcke zu füllen und zu einer anderen Blüte zu tragen. Alles wird bestäubt, und mit feinem Nektar für die Arbeit belohnt. Die Symbiose von der jeder etwas hat. Bis zuletzt an dem wir den frischen Honig genießen, gewonnen einst aus der herrlichen Blütenpracht.

Es sind so viele Farben und Formen, die es als Blumen auszuwählen gibt, selbst in den eigenen Gerüchen sind sie eine Wucht. Lieber ein tiefes verruchtes Rot, oder ein pastellfarbenes Blau, ein auffälliges Gelb oder gilt die Blume nur als Symbol und ein Gänseblümchen wird überreicht. Die neue Zukunft vielleicht in den Blättern tragend. Eine Rose, die als Zeichen der Liebe gilt, oder die Orchidee, die mit ihrer Schönheit besticht. Das vierblättrige Kleeblatt, das für Glück und Gesundheit steht. Ein Strauß Tulpen, die zeitlos sind und immer wieder gerne auf festlich gedeckten Tischen zu sehen sind.

Die richtige Wahl im rechten Augenblick ist der Schlüssel zu den Herzen, die sich durch Blumen öffnen und man Zutritt zu den Menschen bekommt. Blumen in den Händen schenken Lächeln und locken Freudentränen, erinnern an den schönen Augenblick, Moment. Es ist wahrlich ein Wunder, welch Wirkung die Natur auf die Menschen hat. Oft reicht nur eine Blume in der Hand, die Situation zu vertiefen, zu leben und Ausdruck zu verleihen. Lasst keine Zeit verstreichen und überreicht den Menschen, die euch lieb sind, ein paar Blumen. Es wird bestimmt ein wunderschöner Moment für die Ewigkeit.

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Schmauchspuren an der Hand

Der Geruch schwebt noch als kleiner Nebel durch die Luft, die Feuerwaffe in der Hand. Doch sind die Augen zu und es riecht nur danach. Die Wahrheit ist, es war nur ein Streichholz in der Hand, das zum Zünden der Kerzen vorgesehen war. Es regnet die ganze Zeit, es ist kalt und nass, der Himmel blass und es ist zu Hause im Warmen wohlig angenehm. Als glatte Perlen hängen die Regentropfen auf der Fensterscheibe, rinnen herab wie gläserne Raupen. Ziehen dabei ihre Spuren, die das Bild der Landschaft oder auch der Stadt dahinter verzerren.

Ein lebendiges Kunstwerk, das geschaffen wird, leider nicht andauernd hält für die Ewigkeit. Selbst ein Foto davon kann diesen Moment nicht so fangen, wie die reale Emotion, die dabei erlebt wird. Wahrgenommen bis tief in das Bewusstsein. Ein schöner Moment, mit den Fingern folgt man hin und wieder den Spuren auf dem Fenster. Zieht seine eigenen Linien und spielt mit den Glasraupen, als wären es kleine Haustiere, die zu einem gehören. Gläsernes Spiel der Gefühle an einer Scheibe sichtbar gemacht. Die Stadt, die im Tristen dahinter verborgen liegt, all die Menschen, die gerade beschäftigt sind.

Füreinander fühlen, da sind und sich wärmen. Zärtlichkeiten tauschen und viel schöner noch, sich lieben und es gegenseitig spüren, wie wichtig sie füreinander sind. Vielleicht sind sie in eine Wolldecke gerollt, eine Tasse heiße Schokolade vor sich aufgestellt. Die eine Hand umschließt die andere, der Arm um den Liebsten gelegt. Ein schöner Moment, der intensiv und stark innehält. Die Kerze, die dabei brennt, das Licht, das durch den Atem verwirbelt, das Flackern des warmen Lichts bestimmt. Die Nähe, die zu spüren ist, es in der Zeit liegt. Wenn die Sonne nicht scheint, es trüb und kalt erscheint. Es nicht immer Sonne und einem klaren blauen Himmel bedarf, um angenehme Wärme auf den Körper und der Seele zu spüren.

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Zeit für ein paar Zeilen

Die Worte aneinandergereiht, die großen Buchstaben links, die kleinen rechts. Dazwischen passiert nur ein Spiel, deren Reihenfolge nicht ganz so wichtig ist. Vieler dieser Worte stecken bereits in unserem Kopfe, warten nur auf ihren Auftritt. Aus der Erinnerung gezogen zu werden, neu zusammengesetzt in eine neue Szene, anders und wieder neu wahrgenommen zu werden. Ein verrücktes Spiel, wenn so vieles, das wir lesen, bereits in unseren Köpfen steckt. Manchmal fehlt eben nur ein Leseführer, der uns die Worte richtig zusammenstellt. Ein Verbalwerker, dem seine Kunst gesprochen und gedacht wird.

Wieder ist eine Geschichte zusammengesetzt, oft mit der Frage im Gepäck, wie macht dieser Autor das nur. Oder wird die Geschichte, die man liest, die Worte, die aneinandergereiht sind. Der Absatz, der vor uns steht, die eigenen Gedanken, die dazu entstehen, von uns selbst so wundervoll interpretiert. Müssten dazu nicht alle Gedanken und Gefühle einem Bild passend dazu festgehalten werden. Ein Kunstwerk mit Sinnlichkeit und dem Hintergrund deren Pinselstriche nur die wörtliche Federführung in dem Schauspiel übernimmt.

Vielleicht ist das an dieser Stelle zu viel verlangt oder doch eine Idee, die in diesem Moment in das Leben gerufen wird. Wie groß ist dann die Leinwand, auf die alles passt, wie viele Farben sind zu sehen, wie ausdrucksstark ist das Bild, das man sieht. Oder sind es nur wirre Gebilde mit vielen Farben, auf denen keine Details zu erkennen sind. Es ist bestimmt einen Versuch wert. Eine Leinwand auf einen Keilrahmen zu spannen und zu sehen, was passieren wird. Was ist wohl der erste Pinselstrich, der über die weiße Fläche streicht, wer hat den Mut, die erste Emotion in Farbe zu zeichnen.

Welche Worte bedarf es in diesem Moment ein sinnliches Bild zu schaffen, welche Emotionen und Erinnerungen kreuzen sich, verbinden sich, sind füreinander geschaffen. Was ist von der Weite zu sehen, wenn man auf die Leinwand blickt. Was denken die Betrachter, die selbst ein Teil dieser Leinwand sind. Ich werde zu dem ersten Band meiner geschriebenen Worte auf die Probe stellen. Und allen interessierten Wortliebhaber die Möglichkeit bereitstellen, ihre Gefühle auf einer Leinwand zu kleiden. Das Resultat soll meine Worte in einem Einband binden, festgehalten für die Ewigkeit. Seid gespannt, es ist schon bald soweit.