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Gedichte

Feuerdrache

Die großen Steine im Weg,
der Fels in der Brandung,
die Trauerweide am Feldrand,
den Säbel feste in der Hand,
die Sinne bewusst geschärft,
mitlaufende Feinde im Visier,
alles mit Bedacht durchdacht.

Die Klinge ist scharf gewetzt,
schneidet butterweich elegant,
durch das dicke hölzerne Geäst,
keine Ranken sind zu stark,
mich an der Stelle zu fangen,
Widerstand, der auf mich trifft,
gibt mir Energie und Kraft.

Motivation und eiserner Wille,
führen mich durch das Gestrüpp,
die Lichtung ist bereits zu sehen,
nur noch wenige Meter entfernt,
die Sonne lacht bereits ins Gesicht,
Grinsen entfacht über die Wangen,
große Augen strahlend schön.

Der Treibstoff für meinen Schritt,
in die Zukunft, die bevorsteht,
kein wirklich leichtes Unterfangen,
doch ist es dass, was der Feuerdrache,
als Ruhm und Anerkennung braucht,
kein Weg zu weit, keine Mauer zu hoch,
alles wird erklommen, einverleibt.

Der Panzer als schützendes Kleid,
dick und hart, unverwundbar scheint,
die starke wahrhaftige Erscheinung,
zu lange wurde im Inneren geruht,
es ist die Zeit nun endlich gekommen,
mit viel Kraft und enormen Tatendrang,
die Welt zu erobern, für sich zu fangen.

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Dicke Pranken

Fellbestückt sitzend in der Ecke,
gut getarnt im Pflanzendickicht,
manchmal blitzt der Augenschein,
wie Laserpointer durch die Prärie,
auf der Suche nach dem Opfer,
das es heute zu verspeisen gilt,
der Speichelfluss erhöht sich.

Das Knurren im Magen wird stärker,
der Jagdinstinkt drängt immer mehr,
schärft den Opferblick auf dem Felde,
eine tränkende Herde wird angesehen,
wo sind die Schwachen und Kranken,
die Auslese, das die Jagd einfacher macht.

Alles steht noch ruhig an der Quelle,
erfreut darüber, dass sie niemand stört,
ohne zu wissen, dass bereits ein Blick,
scharf und gierig auf sie gerichtet ist,
Durst lässt die Wachsamkeit trüben,
den Blick rundherum zur Quelle neigen,
die Chance ist zum Greifen nahe.

Die Pranken treten sanft auf den Boden,
Kopf geneigt im Einklang mit der Natur,
der Blick auf das Opfer genau fokussiert,
das Fell bewegt sich mit den Gräsern,
immer näher rückt der Jäger zur Quelle,
hungrig, elegant und noch unbemerkt,
alles ist angespannt und bereit.

Ein großer Sprung aus dem Nichts folgt,
die tödlichen Krallen an den Pranken,
in die Richtung des Opfers gestreckt,
es jetzt wird von der Herde bemerkt,
dass es hier um Leben und Tod geht,
viele der kleinen Herde können fliehen,
ein Herdentier kämpft jetzt oder geht.

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Etwas Dösen

Halten die Augen geschlossen,
besinne mich auf mich selbst,
lausche der Musik in meinen Ohren,
lasse die Seele behutsam baumeln,
konzentriere mich auf die Zukunft,
bin dankbar für das, was geschehen,
wichtiger Moment, ganz Selbst zu sein.

Die Arme gemütlich von mir gestreckt,
Kopf leicht abgeneigt, im Kissen liegend,
sitze im Freien und lasse den Gedanken,
ihren freien Lauf, interessanter Moment,
selbst mit fest geschlossenen Augen,
wirkt alles so greifbar in der Nähe,
als würde man es vor Augen sehen.

Der leichte Sommerwind zieht umher,
wischt mir dabei durch das Gesicht,
verwickelt meine länglichen Haare,
es entsteht ein kleines wildes Geflecht,
als Vogelnest getragen auf dem Haupt,
bestimmt nett von außen anzusehen,
meine Gedanken sind jedoch fern.

Weit weg von diesem Nest auf dem Kopf,
es hat keine Bedeutung in dem Moment,
die Zukunft visualisiert sich facettenreich,
so viele Möglichkeiten, die bestehen,
ein Schlaraffenland der feinen Güte,
alles nur Erdenkliche ist möglich, was bin ich,
was will ich in der Zukunft sein.

Ganz tief in mir höre ich auf meine Stimme,
das Gefühl, das mir zeigt, was gut für mich ist,
was fühlt sich gerade am besten an,
ich halte öfter die Augen geschlossen,
um die Zukunft, die bevorsteht, klarer zu sehen,
ein gutes Gefühl, dass es gilt, zu pflegen,
fortan wird weiter wunderschön geträumt.

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Ritterschlag der Geduld

Das Kettenhemd sitzt fest und straff,
eng und fein am Körper anliegend,
die Maschen reihen über die Brust,
bis hinab bis zu den Beinen,
alles ist verdeckt und geschützt,
kein Pfeil, der den Körper trifft,
schwer am Leibe zu tragen.

Das Gesicht ist komplett verdeckt,
das Visier bis hin zum Hals getragen,
nur kleine Öffnungen lassen erahnen,
was um einen herum passieren wird,
es riecht nach Metall und Leder,
man hört seinen eigenen Atem,
der Pulsschlag steigt in die Höhe.

Das Schwert in der einen Hand,
der Schutzschild am anderen Arm,
gerüstet für den anstehenden Kampf,
nur sind noch keine Gegner zu sehen,
wartend im eigenen Schweißbad,
die Kampfeslust unter dem Helm,
die aus Blech getragene Fassade.

Die Lederkluft knirscht und reibt,
bei jeder Bewegung ist sie zu spüren,
Riemen, die eng und in die Tiefe gezogen,
in den Körper schnüren, fester Halt,
die Situation ist nicht länger zu ertragen,
werfe Schild und Schwert von mir,
reiße mir den Helm vom Kopf.

Ein tiefer Atemzug, der in die Lunge dringt,
das Kettenhemd mühselig ausgezogen,
die Lederriemen am Körper entspannt,
vorbei die Kampfeslust an diesem Tag,
Freiheit ist, dass einigen das zählt,
es werden fortan keine Waffen getragen,
der Beginn eines neuen Zeitalters ist jetzt.

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Geteilter Weg

Wenn man vor einer Entscheidung steht,
es führt hierbei kein Weg zurück,
keine Entscheidung zurück an diesen Punkt,
es bedeutet vielmehr, diesen Weg zu gehen,
wohin er auch immer führen mag,
die Zukunft beider Pfade ist unbestimmt,
nur eine weitere Entscheidung steht an.

Was sagt in dem Moment der Verstand,
stimmt das mit den Erfahrungen überein,
was fühlt sich besser im Herzen an,
bedeutet es wirklich, wieder frei zu sein,
mit Risiko bestück einfach loszuziehen,
was ist das leichtere Gepäck,
das uns fortan als Last begleiten wird.

Eine Kristallkugel wäre jetzt gut,
kleiner Ausblick durch die Nebelwand,
nur die nächsten paar Meter zu sehen,
fällt dann die Entscheidung leichter,
von der Hand kaum abzuweisen,
es bleibt also spannend, verrückt,
nichts passiert doch ohne Grund.

Diese Erkenntnis ist ein weiterer Schritt,
dem eigentlichen Ziel etwas näher zu sein,
gewagt, gewonnen oder doch zerronnen,
die Zukunft wird es sicher zeigen,
und wie es auch passiert, kein Blick zurück,
die Zukunft ist und bleibt vorherbestimmt,
also setze ich den ersten Schritt.