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Der Ring

Massiv spüre ich dich an der Hand, dein Gebilde ist auch aus der Entfernung klar zu sehen. Im Sonnenlicht setzt er seine Akzente, spiegelt über weite Strecken hinweg, ist nicht zu übersehen. Bringst viel Eigengewicht mit, jeder weiß, was du bist. Von Begeisterung über Schrecken, jede Facette bedienst du mit deinem Aussehen. Dein Gebilde bleibt für keinen Entdecker unberührt. Spiegelst du einen Teil wieder, der in jeden von uns steckt. Ersichtlich, wenn die Hüllen fallen, kein Leben mehr in uns steckt.

Ich trage dich gern, schmückst du doch meine Hand. Erhellst die Region, auf der du dich niederlegst, mit Blick in jeden Raum, den du mit mir betrittst. Als Erinnerung an einen wundervollen Sommertag, begehrt ist es in der Stadt, das kulturelle Sommerfest. Über dreißig Grad und fast keine Wolke zu sehen. Köstlichkeiten von jeder Nation, an kleinen Ständen. Kunst und Kultur zu traditionellen Klängen. Auch ist sehr viel Handwerkskunst zu sehen. Eine davon trage ich nun stolz an meiner Hand. Jeder darf es sehen, mit Freude begleitest du mich von jetzt an auf unbestimmte Zeit.

Eine kleine Reise durch die Welt, es ist sehr schön, alle miteinander vereint zu sehen. Darum trage ich den Ring als symbolisches Monument. Für diesen Moment, in der die Harmonie verteilt und der Friede hinweg über alle Nationen zu sehen ist.

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Wechselbad

Die Stimmung liegt brach, die wahren Gefühle verborgen. Die Sonne scheint, alles ist so wunderschön. Nur im Herzen ist die Leidenschaft nicht gestimmt, Großes zu vollbringen, die Richtung ist nicht klar. So viele Gedanken, die durch alle Sinne strömen, Ideen und Wege, die sich auftun. Es ist nicht leicht, in solchen Momenten klar zu sehen. Es ist an der Zeit seinen Fokus wieder zu schärfen, die Ziele zu verfolgen, die im Verborgenen liegen und nach Freiheit schreien.

Scheinbar ist der klare Blick getrübt, nichts ist für die Zukunft klar zu sehen. Kann nicht erkennen, was mir das Glück bringt, wohin die tatsächliche Reise geht. Schwimme im emotionalen Bad der Sinne. Die eigene Kreativität an dieser Stelle nicht sehr hilfreich ist, es sind so viele Möglichkeiten und Ideen, die einen stetigen Vormarsch verhindern. Ich muss darauf achten, nicht die Richtung zu verlieren, in der meine Ziele sind.

Was ist nur alles passiert, wie die Zeit verrinnt, Augenschlag um Augenschlag vergeht jeder Moment, den ich erleb. Blickt man einen Augenblick zurück, ist man selbst erstaunt, was alles hinter einem liegt. Was davon war wirklich geplant, gewollt oder nicht, es ist nun mal so, wie es ist. Es soll dabei keine Energie verloren gehen, es gilt, den Moment zu leben, in die Zukunft zu sehen. Nicht in der Vergangenheit zu schwelgen, zu überlegen, was wäre geschehen, wenn ich das eine oder andere hätte anders gemacht.

Genau eben das Jetzt, das passiert zeichnet mich aus, macht aus mir das, was ich jetzt bin. Eine starke Persönlichkeit mit einem scharfen Sinn. Ich nutze diese Stärke, um wieder in die richtige Richtung zu gehen. Meine Reise noch lange nicht zu Ende ist. Es gibt noch so vieles zu sehen, zu erleben, das wahre Leben eben. Ich schließe meine Augen, um wieder klare Ziele zu sehen, nichts lenkt mehr ab am Wegesrand. Ich kenne den Weg und freue mich darauf. Es ist wunderbar, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

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Die Richtung

Welchen Weg es auch einzuschlagen gilt, die Pfade uns dabei kreuzen, die Gassen, die in einem dunklen Nebel enden. Das Licht, das uns den Weg zeigt, unser Herz erwärmt, aus der Enge führt. Der Sonnenschimmer, der uns ins Warme hüllt. Weich und zart, geborgen schön. Das saftige Sommergrün, das auf den Feldern blüht, der Wind, der um uns weht. Die Lüfte, die um die Nase kreisen, bei jedem Schritt, den wir gehen, ein anderer Geschmack in der Luft liegt.

Das hallende Lachen streift über die Ufer hinweg, die Menschen liegen verteilt, ihre Füße im Fluss badend. Decken liegen weit und breit wie kleine bestellte Felder. Das Wasser spritzt durch die Luft, neckisch spielend in leichten Kleidern. Der Sommer lebt in jedem Einzelnen in vollen Zügen, Glück liegt in der Luft, jedem beleibt es freigestellt, daran teilzunehmen.

In welche Richtung man auch geht, es ist herrlicher Sommer. Ob der Sonne entgegen oder ihr hinterher. Schöne Blicke sind ständig zu sehen. Es gilt, den Horizont zu erspähen, in der Zeit der Freiheit und Leidenschaft, die Träume leben, nicht hinterherzusehen. Welche Richtungen es gibt, keine Rolle spielt, der Weg der sich uns ergibt. Von alleine sich zeigen wird. Es ist die Richtung, die in uns inneherrscht, ihr Freiheit zu gewähren, an uns selbst liegt.

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Veuve

In rosa gehüllt ist dein Kleid, spiegelst in der Sonne farbenfroh. Es ist sehr schön dich anzusehen, die Freude steigt auf, ein prickelndes Erlebnis. Besondere Anlässe sind deine Kür, auch auf Partys bist du gerne gesehen. Viel lieber hält man dich gekühlt in einem lupenreinen Glas. Eisgekühlt lachenden Gesichtern entgegen, den Respekt zu zollen, die Freude in dem Moment zu zelebrieren. Es ist ein besonderer Moment, so wie deine Erscheinung.

Vielleicht liegst du auch in einem Kühler, im kalten Nass badend. Zurückgelehnt, auf glattem Silber. Der Hut ist bereits entfernt, du liegst frei da und genießt den Sommertag. Deine Entspannung nicht ewig wehrt, bist du doch das Objekt der Begierde. Die Erfrischung und die Lust. Der Kontakt, der Begleiter in einem Dialog, die Freude in der Hand. Prickelnd rinnst du den Gaumen herab und gelüstest die Knospen. Erinnerungen werden wach, der Genuss macht sich breit. Es sind die Perlen, die hinabgleiten.

Die Korken knallen, du bist nicht alleine gekommen. Deine Verstärkung liegt verteilt, stehend und zum Teil badend. Eines jedoch haben alle gleich. Das Eis, das sie umgibt, das Sonnenlicht, das jeden Tropfen im Sonnenlicht bricht. Die Perlen, die im Sprudelbad vor Erregung zischen. Ihren Halter in der Hand, bei jedem Schluck glücklich zu stimmen. Es ist ein Fest der Freude, mit einem Lachen im Gesicht, guter Stimmung, ein rosa Augenblick, den zu erleben, eine wundervolle Freude ist.

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Sterbende Blumen

Mit welcher Freude wir doch bei Kerzenschein unsere Speisen und Getränke genießen, schwummriges Licht für die gemütliche Atmosphäre sorgt. Alles ist perfekt gelegt, das Kerzenlicht spiegelt sich in seiner Umgebung. Alles empfängt das warme Licht, erfreut sich am Ambiente. Doch gibt es auch einen Schattenblick, geworfen durch das Blumengesteck. Hingestellt als Schönheitsblick, doch zum Sterben verurteilt, verweilt es bis zu seinem Ende.

Es ist doch so schön, dieser Anblick, wie die Farben strahlen und Freude bei uns löst. Aber es ist grotesk, der Moment, der uns gefällt, um Liebe zu ernten, dabei die Blumen in einer Vase stehen und sterben, ihr Ende finden. Wenn man das richtig sieht, müssen Opfer fallen, wenn es um die Liebe geht. Ein Blühen für die Liebe, auch wenn es nur ein paar Tage ist. Verhilft es doch oft und zu genüge, dass eine neue Liebe ihren Anfang findet.

Schön daran ist, wenn die Blumen nicht umsonst gestorben sind. Im Herzen getragen von dem Liebespaar, Freundschaft oder einer Leidenschaft, die dahinter steht. Es sind die Momente, in denen andere für uns sterben, ihr Leben geben. Nur damit wir selbst erleben, was wahre Liebe ist. Es ist nur ein kleiner Blick mit einer anderen Perspektive. Der eine Situation beschreibt, die so viele täglich erleben. Aber wohl nicht mit den gleichen Gedankenstiften, mit dem nur ein Dichter schreibt.