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Gedichte

Löse mich von Dir

Die Fäden sind sehr dünn,
nichts gibt mehr wirklich Halt,
sehe mit einem leeren Blick,
meine Seele ist leer.

Es zu viel passiert,
der Raum ist zu eng,
verliere mein Lachen,
die Freude an dir.

Es macht keinen Sinn,
es noch länger hinzuziehen,
in der Hoffnung, die man hegt,
das sich etwas ändern wird.

Es gibt kein neues Ziel,
das man gemeinsam verfolgt,
weiterhin zueinanderhält,
gemeinsam in eine Richtung geht.

Es ist nicht leicht,
die Erkenntnis ist schwer,
zu verstehen, was gerade ist,
die Situation es verlangt.

Es bleibt nicht vergessen,
die Zeit war sehr wichtig,
ein entscheidender Moment,
der sich nun auflösen wird.

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Gedichte

Blick in die Wolken

Ich liege auf der grünen Wiese, viele Frühlingsknospen um mich herum. Der Winter war nicht so hart, alles beginnt zu blühen. Der Wind streicht durch die Gräser, der Himmel ist blau, alles wirkt miteinander harmonisch schön. Male mir gedanklich selbst ein Bild, in den Wolken die über mir stehen. Schöner Frühling, nicht nur aus dem Fenster zu sehen, liege inmitten im Geschehen, wie wunderschön. Die Gedanken tanzen umher, bin ein Träumer und ein Maler. Habe nur keinen Pinsel zur Hand, streiche hingegen mit meiner Schreibfeder durch das Land. Halte fest, was ich erlebe, fühle und dabei sehe. Ein gedankliches Manifest der Gedankenspiele.

Wie schön es ist, dass die Sonne wieder scheint. Die grauen Schleier vom Himmel genommen. Die Luft klar und frisch. Die Gräser saftig und grün, der Frühling, wie man ihn sich wünscht. Der Alltag ist für einen Moment vergessen. Die Füße frei baumelnd und ohne bestimmte Richtung. Das Zwitschern der Vögel, die zurückgekehrt sind im Hintergrund. Sie spielen ihre Melodien, um die Gunst des anderen Geschlechts zu gewinnen. Die fröhlichen Gesichter, die man sieht, die Sonne bewegt so einiges, wenn man genau hinsieht.

Die bauschigen Wolken am Himmelszelt, vereinzelt wandern sie über das Land. Wirken dabei so nah, als könnte man sie mit den bloßen Fingern drücken, sie formen zu verschiedenen Figuren. Jede Minute, die dabei verrinnt, lässt die Wolkengebilde anders erscheinen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mal ist es ein Gesicht, dann wiederum eine Figur. Manchmal weiß man gar nicht, was es genau ist, es ist einfach nur schön. Kleine Kunstwerke, die durch das Land ziehen. Strecke die Arme weit von mir, ziehe Kreise durch die Luft. Alles fühlt sich miteinander verbunden an.

Dieser Frühling wird besonders schön, die eigene Kreativität gereizt, neue Ideen geschöpft. Ziele gesetzt und als erreichbar beschlossen. Der Plan, der nun vor mir liegt, eine rosige Aussicht verspricht. Ich freue mich auf die Aufgaben, die vor mir stehen, mit gewonnener Kraft geht es der Zukunft entgegen, das Leben passiert im Hier und Jetzt. So ist das Leben, so wie ich mir vorstellen kann.

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Gedichte

Bevor du gehst

Noch einen Augenblick,
gehe noch nicht hinfort,
bleibe noch etwas bei mir,
reiche mir Deine Hand,
fühlen wir gemeinsam,
zart und weich,
auf unserer Haut.

Sehe deinen Blick,
tief und sündig,
Sterne die funkeln,
die Kerze erlischt,
kein Leuchten mehr,
nur das Spiegelbild,
der Sterne in deinen Augen.

Stimme samt und weich,
die Lippen noch benetzt,
im mündlichen Dialog,
intensiv eingesetzt,
noch feucht und weich.

Die Zeit bleibt stehen,
nur für diesen Augenblick,
Synergie beider Leben,
am ganzen Leibe erleben,
gemeinsam leben,
Teil zu sein von zwei.

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Das Klavier

Das Klavier spielt im Hintergrund, der Blick wandert durch das Foyer. Die Gedanken sind geteilt, irren umher. Alles schießt durch den Kopf. Ein Feuerwerk der Emotionen und das Schauspiel einer großen Bühne, keiner weiß, was als Nächstes passieren wird. Als gedanklicher Regisseur ist es das Werk eines Genies, bei dem ein geordnetes Chaos herrscht. Jeder Akteur will als Erstes auf der Bühne stehen, jeder Einzelne die Hauptrolle übernehmen. Eine spannende Geschichte, die gleichzeitig in verschiedenen Zeiten zugleich spielt. Alles hängt miteinander zusammen, alles zerrt in seine eigene Richtung, um den Weg zu bestimmen.

Selbst die Zeiten verlaufen ineinander, jede Option wird ausgeschöpft. Ein Sammelsurium aus Erfahrung, Träumen und Gefahren, die man aus der Vergangenheit kennt. Nichts dabei bleibt unüberlegt. Eine schauspielerische Leitung, die wohl in einer eigenen Kategorie einen Oskar verdient. Jede Entscheidung verdient ihren Tribut, ebnet den zukünftigen Weg. Lassen andere Pfade verblassen, niemand kann mit einer Gewissheit sagen, was wirklich passiert. Hätte man einen anderen Pfad eingeschlagen, die Entscheidung steht. Lebe mit diesem Weg, den du gehst.

Die Melodie im Hintergrund schwebt durch den Raum, das Foyer wirkt bewegt. Einige Geschichten, die man sich zu jeder einzelnen Person ausdenkt. Oftmals reicht ein kurzer Blick, das Antlitz in einem Gesicht, die äußere Erscheinung, der Gang durch den Raum. Die Falten im Gesicht oder das Lachen, das in diesem Moment das Äußere ziert. Der tiefe Blick ins Leere und der Stress, der bei jedem Schritt zu erkennen ist. Durch einen anstehenden Termin gehetzt. Interessante Begegnungen, die man sieht, welche Geschichten sich dabei kreuzen oder gar vereinen, zeigt die Zeit.

Der Pianist an seinem Flügel spielt unentwegt, keiner nimmt ihn wirklich als Person wahr. Sondern berieselt die Menschen um ihn herum mit Musik. Sie soll den Tag versüßen, angenehm gestalten. Ein zufriedenes Lächeln in die Gesichter zaubern. Den Stress ein wenig nehmen, die Stimmung heben oder auch anstimmen, für ein interessantes Gespräch, ein Rendezvous oder einen erfolgreichen Geschäftstermin. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Welch interessanter Moment, wenn man sich dieser Situation hingibt und nicht nur der Musik im Hintergrund lauscht.

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Perlenspiel

Aneinandergereiht aus dem Meer gefischt. In Schale einst gebettet, von außen nicht sofort zu sehen. Harte Schale, schimmernder Kern. Mit Perlmutt den Innenraum verziert, in der Mitte gebettet einer Königin gleich. Das Tageslicht, das in die Gemächer strahlt, erhellt den Raum in einem strahlenden weiß. Kein Blickwinkel ist gleich auf die Königin, die in cremigen, edlen Farbtönen einen luxuriösen Anschein macht. Es wirkt so unberührt und schön. Eine Wiedergeburt aus den Tiefen des Meeres. Geborgen und in ein neues Leben gebracht.

Mit dem Sonnenaufgang zusammen ein neues Kapitel entsteht. Zu lange war die Schönheit in einer harten Schale versteckt. Es ist die Glückseligkeit, die in schimmernden Farben in alle Richtungen strahlt. Der spiegelnde Sonnenaufgang sich auf das perlende Gewand niederlegt. Als gezeichneter Schmuck, der sich harmonisch auf der Königin zeigt. Erst mit anderen Prinzessinnen wird der Hofstaat komplett. Ein Gesamtbild entsteht, aneinandergereiht an einer Kette. Ein Balletttanz, der eine Melodie zeigt, die wie Wellen dem Meere gleich, aus dem sie gefangen sind.

Von nun an werden sie als Geschenk der Liebsten überbracht, aus Liebe getragen und das ein Leben lang. Der Hofstaat wird sie dabei begleiten, bis auch diese Liebe zu Ende geht. Die Schönheit, die am Halse getragen, bleibt, erlischt auch in der Zukunft nicht. Trägt viele Geschichten mit sich, erfährt die Liebe in allen Phasen mit. Bis erneut ein Herz erfreut wird, und die Schönheit an der, die es fortan tragen wird. Ganz besonders schmückt und rundherum dabei reizt und beglückt. Für einen kleinen schönen Augenblick.

Der begehrende Blick auf das Dekolleté, ein verzaubernder Moment, das Netzgespann, das den Betrachter einfängt, umgarnt und ungeachtet in einen kurzen Traum einlädt. Ein letzter Blick, bis die Realität wieder vor einem steht. Vergessen wird dieser Moment jedoch nicht. Im Meer geboren, an das Tageslicht geführt, von einer schönen Frau getragen in die weite Welt. Vielleicht wird schon bald deine eigene Geschichte erzählt. Darum lasst die Augen geöffnet, für diesen einen Augenblick, der euer Leben verändern kann, verändern wird.