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Gedichte

Filigrane Abstinenz

Schlendernd durch die Masken, die getragen,
jeder sein Schutzschild voller sich tragend,
undurchsichtig mit einem Lächeln im Gesicht,
nichts davon ist echt, jeder ist für sich allein,
kein ehrliches und glückliches Gesicht,
funkelnde Augen, die einen erstarren lassen,
keine nach außen hin getragene Liebe.

Hoch die Tassen, mit Glühwein in der Hand,
entbricht auch das zarte kichernde Lachen,
sonst verborgen getragen, nicht zu hören ist,
die roten leuchtenden Backen im Gesicht,
ein freundliches Lachen, die Lippen benetzt,
der heiße Wein bahnt sich durch die Gasse,
tief in das Innerste bei jedem Einzelnen.

Die Sehnsüchte, die getragen werden,
als liebliches Gepäck und warmen Sachen,
in denen sie freudig eingepackt sind,
eine nette Geschichte, ein kleiner Schwank,
die Erzählungen sind nett, dazu der Trank,
alle sind vergnügt und stehen zusammen,
alle Geschichten schon einmal vernommen.

Das Augenblitzen in den Gesichtern strahlt,
die Mundwinkel sind bis zu den Ohren gezogen,
ein unbegründetes Lachen hallt über den Platz,
Handschuhe werden aus den Taschen gezogen,
zum Trotz gegen die Kälte rasch angezogen,
doch ist das Zusammensein, nicht alleine sein,
unsere gute Stimmung, Gewürze wehen umher.

Der Winter kommt mit größeren Schritten,
in das Land gezogen, umwogt die Geschlechter,
eingepackt in ihren Decken und warmen Jacken,
die Holzscheitel brennen in den Feuerstellen,
sorgen für eine behagliches Miteinandersein,
das Knistern sorgt dabei für die Hintergrundmusik,
Reich mir die Hand mein Leben, es ist schön,
diese Momente genießen zu können.

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Gedichte

Zimtsterne

Es ist kalt in der winterlichen Freiheit,
die ersten Bäume sind schön geschmückt,
Märkte werden aus dem Nichts geboren,
alles liebevoll und weihnachtlich dekoriert,
die Backstuben heizen ihren Öfen ein,
täglich werden frische Plätzchen gebacken,
so viele Menschen freuen sich darauf
auf eine besinnliche Weihnachtszeit.

Die Zeit in der die warmen Mäntel getragen,
die Schals aus ihren Verstecken geholt,
der Glühwein in den Händen getragen,
rote und kalte Bäckchen spazierend,
über die zahlreichen Stände wandernd,
Gewürze durch die Lüfte schwebend,
Erinnerungen aus dem Verborgenen ziehen.

Viele von Ihnen ihren Liebsten im Arm,
schlendernd durch das Märchenschauspiel,
alles ist so bunt und schön geschmückt,
verzaubernd an einem frühen Abend,
an dem es gilt, sich mit Beerensaft zu laben,
der heiß serviert in den Händen getragen,
ein Wohlbefinden und Zufriedenheit,
in sich tragend, auch nach außen trägt.

Besonders schön, wenn die Sterne fallen,
als lieblicher Schnee der auf den Boden fällt,
ein romantisches Unterfangen, das reizt,
noch einmal sich wie ein kleines Kind zu freuen,
wenn die weißen Flocken in den Glühwein,
wie eine seltene zauberhafte Zutat fallen,
dazu einen leckeren Zimtstern in der Hand,
so schmackhaft, als hätte ihn die Oma gemacht.

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Perlen der Lust

Ich bin eben aufgewacht,
dein Körper liegt entblößt,
offenherzig, nur halb bedeckt,
im schönen Morgenschein,
es war eine lange Nacht,
wir haben viel getanzt,
uns zügellos, wild geküsst,
gegenseitig verführt,
gedanklich verschmolzen,
gegenseitig innig berührt.

Die Lippen feucht benetzt,
unsere Zungen umher gerollt,
feste in die Arme genommen,
uns gegenseitig entdeckt,
der Schweiß leicht perlend,
an den Körpern entlang,
Leidenschaft ist entfacht,
liegt unbändig in der Luft,
ein feuchtes Unterfangen.

Packe dich an deinen Nacken,
halte dich kraftvoll und fest,
erforsche mit meinen Lippen,
deinen Hals und dein Gesicht,
spüre deinen warmen Atem,
du bist noch völlig aufgebracht,
atemlos war die endlose Nacht,
es wird noch weiter genossen,
in einem körperlichen Dialog.

Spüre dich von hart bis zart,
immer intensiver und nah,
Körper miteinander vereint,
harmonisch erlebtes Duett,
auf der großen Haupttribühne,
mit leicht diffusem Licht,
wundervoll in Szene gesetzt,
nur gilt das keinem Publikum,
sondern rein den Akteuren,
denn das ihr Bühnenauftritt.

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Erdtanne

Die Wurzeln liegen an der Oberfläche,
ragen sich durch die Erde und das Moos,
verflechten sich unbefangen hindurch,
bilden das Geäst, das tief verwurzelt ist,
dicker Stamm, der in die Tiefe ragt,
nicht nach oben wächst zum hellen Licht,
die Verwurzelung liegt im Dunklen,
nicht auf den ersten Blick zu erkennen,
wirkt es oberflächlich als wildes Gestrüpp,
ohne richtiger Ordnung oder festen Halt.

Dabei steckt alles tief im Erdinneren,
im Dunklen tief und geschützt verborgen,
die Verästelung liegt tief und reicht weit,
ein Nervennetzgespann, das weit reicht,
oft über die gedachte Fantasie hinaus,
gelabt und getränkt im feuchten Boden,
ein Martyrium der dunklen Stunden,
zurückgezogen, besinnt, neu ausgewogen,
die Sinne in eine neue Richtung gestimmt.

Im Erdreich verborgen blüht die Tanne,
ohne das sie mit Nektar Fremde lockend,
in der Hoffnung bestäubt zu werden,
dafür zu sorgen, dass der Fortbestand lebt,
eine neue Generation geboren wird,
doch ist diese Gunst nicht Bestand,
eine Aufgabe, die anderen aufgetragen,
und in einem anderen Leben erzählt,
viel mehr ist das Überleben ein Ziel.

Die Äste erstrecken sich weit hinaus,
durch alle möglichen Schichten hindurch,
finden immer einen besonderen Weg,
nehmen alle Herausforderungen auf,
nichts bleibt unerfahren unentdeckt,
ein Leben das aus dem Nichts geboren,
bis der richtige Zeitpunkt bevorsteht,
seine eigentliche Größe zu offenbaren.

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Dein Lächeln

Der magische Augenblick,
in dem die Zeit stillsteht,
das Raunen im Hintergrund,
immer mehr verstummt,
und dein schöner Anblick,
in den Vordergrund stellt.

Deine Augen funkeln,
treffen das Sonnenlicht,
alles ist ein Schauspiel,
der intensiven Freude,
der Augenblick der ist,
bleibt für die Ewigkeit.

Das Leben ist so wunderbar,
zeichnet sich facettenreich,
gemischt aus der Basis,
die alle zukünftigen Farben,
für ein Gesamtkunstwerk,
ergibt und das Leben erweckt.

Das ist einer der Gründe,
warum wir täglich hungrig,
durch das Leben ziehen,
mit der Lust im Gepäck,
diese Momente zu verzehren,
zu jeder Zeit in dem die Lust,
uns unerwartet übernimmt.