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Gedichte

Seerose der Nacht

Eine Rose in der Hand,
sie hat jedoch keine Farbe,
die Blätter sind milchig weiß,
besonders schön im Antlitz,
des Mondes betrachtet,
wunderschön anzusehen,
Nacht liegt im Hintergrund.

Das Schimmern des Lichts,
auf dem Wasser zu sehen,
verändert fortan sein Gesicht,
Figuren tanzen auf dem See,
Theaterstück in der Nacht,
Seerose schwimmt allein,
exklusiver Logenplatz.

Die Blätter zart und weich,
unberührt wohl geformt,
prunkvolles Porzellan gleich,
zerbrechlich in der Hand,
dafür nicht geschaffen ist,
die See ihr zu Hause ist,
nur dort ist sie frei.

Mitternachtskokon in weiß,
öffnet sich langsam und gleich,
streckt die großen Schalen,
als Sternenform verteilt,
auf dem Wasser niederlegend,
königlich und elegant in weiß,
die Blüte inne tragend.

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Langer Atem

Die Ziele sind gesteckt,
liegen im Hintergrund,
jede Tat und Drang,
aufeinander abgestimmt,
die Geduld, die herrscht,
als treibende Kraft.

Eine innere Wonne,
die breit sich niederlegt,
der sonnige Platz,
greifbar in der Nähe liegt,
für alles wird gesorgt,
kein Zufall, der bestimmt.

Gefühl der Freude merkbar,
bis alle Spitzen hinweg,
Flammen, die um sich schlagen,
der Freude hingebungsvoll,
alles macht auf Dauer Sinn,
nichts davon bleibt unberührt.

Flammennest, das geflochten,
am Lodern gehalten wird,
der Geduldige siegt,
mit Diplomatie und Schärfe,
im Verstand niedergelegt,
verbal ans Licht gebracht.

Das innerliche Lachen,
siegt über beide Wangen,
verborgen und fein,
als gestraffte Falten,
unter dem Sorgenkleid,
das es abzulegen gilt.

Der eigene Weg die Reise ist,
wenn die Ziele klar vor Augen,
weiße Feder in der Hand,
schließe die Augenlieder,
streiche mir über das Gesicht,
zu fühlen, was geschieht.

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Regentanz

Die schwüle Luft ist durchsiebt, die Temperatur abgekühlt. Die heißen Tage waren wunderschön. Ein anfänglicher Sommer, wie er sprichwörtlich im Buche steht. Die Hände in die Höhe, den Kopf weit in den Himmel gestreckt. Die Regentropfen prasseln auf die Stirn, beginne zu tanzen und genieße die frische Luft. Alles ist wieder frisch, nehme einen tiefen Atemzug und freue mich über diesen Regentag. Ein Tanz im Regen, wie wunderbar, nach so langen, heißen Tagen ist diese Abkühlung auch an der Zeit. Genieße in vollen Zügen, begeistert und fröhlich und das, obwohl die Sonne heute verborgen bleibt.

Wolkenschleier machen ein trübes Bild am Himmel, alles ist verdeckt. Als schwämme eine dicke Suppe über den Gestirnen der Menschen, die darunter stehen. Dennoch ist das Lachen in den Gesichtern nicht zu verstecken, die vergangenen sonnigen Tage sind gespeichert und zeigen sich nach außen hin. Doch die Aussichten für die kommen Tage sind schön. Der Regentanz hat nur heute sein Festival, ab morgen ist es wieder schön. Passend zum Wochenende gehen wir wieder in den Straßen und Gassen. Liegen auf den Terrassen oder sitzen im Eiscafé. Liegen am Strand oder Baggersee und genießen wieder die lauen Sommertage und Nächte. An denen weit und breit keine Schleier zu sehen sind.

Doch heute wird im Regen getanzt, die Rassel ausgepackt und herzlich gelacht über den Regentag. Stampfe fest mit den Füßen auf der Straße und genießen das Manifest der sommerlichen Erfrischung. Alles wird gewaschen und benetzt. Die Pflanzen getränkt und wieder starkgemacht für die heißen Sommertage und Nächte, die bevorstehen. Noch ein tiefer Atemzug der frischen Luft. Gestärkt für den Tag und mit klarem Verstand in den Tag. Ich freue mich drauf, zu sagen, ade lieber Regentanz, heute ist wieder ein Sommertag.

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Zauberwald

Blütenstaub weht unentwegt,
Zauber schwebt durch die Luft,
das Funkeln an den Blättern,
der Morgentau geht zur ruh,
ein Regenbogenschimmern,
schon von weiten zu sehen.

Fallende Blätter in blau und grün,
Flaum auf den Blättern gelegt,
nur die Tropfen darauf bleiben,
liegen als Perlen auf dem Zarten,
alles lebt und richtet sich,
den Morgenschein entgegen.

Die ersten Sonnenstrahlen,
ziehen als spitze Schwerter,
durch das Dickicht und erhellen,
ein leuchtendes Gelb ist zu sehen,
die Perlen spiegeln sich darin,
ein neuer Tag beginnt.

Perlenspiel, das die Farben bricht,
samt gelegen auf den Blättern,
gemeinsam und einsam liegend,
alles harmonisiert Miteinander,
zeigen sich leidenschaftlich,
wie ein gemeinsamer Tanz.

Der Blütenzauber erwacht,
die Blätter werden ausgestreckt,
die gekrümmte Haltung erlischt,
es wird sich aufgestellt zum Licht,
gelockt und verlockt in voller Blüte,
es ist wunderschön aufgetischt.

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Beflügelter Sommer

Freies Himmelszelt, blauer Augenschein und weite Sicht. Es ist heiß an diesem Sommertag. Es brennt auf der Haut, wenn man zu lange auf der Stelle stehen bleibt und nicht für Abkühlung sorgt. Selbst das hin und wieder auftretende Lüftchen kann das nicht ändern. Die Haut wird rot und ist erlegen gegenüber den Sonnenstrahlen. Dennoch ist es wunderschön, den Tag zu genießen, den Sommer zu riechen und zu spüren. Kokosduft steigt in die Nase, es ist die feinherbe Abstimmung, die aus der Sonnencreme in die Nase steigt. Ein süßlicher Lockstoff, der die Karibik in sich trägt. So zumindest es die Werbung dafür verspricht. Es riecht jedenfalls gut und lässt die gedanklichen Urlaubsträume in die Nähe rücken.

Das kalte Nass wird aufgesucht, ein Plätzchen zum Ruhen. Ein See oder Freibad wäre zu diesem Augenblick wohl angenehm. Oder darf es etwas besser sein, mit Palmen an einem künstlichen Strand, auch als Spa umgangssprachlich genannt. Die Wohlfühloase auf ganzer Linie. Die nur dazu dient, die Erholung einkehren zu lassen. Die Beine von sich zu strecken und den Alltag zu vergessen. Die Seele baumeln lassen, das Sonnenbad zu genießen und Zeitweilen im Whirlpool die Zeit um einen herum zu vergessen. Nein, in diesem Augenblick nicht zwicken. Dieser Moment ist schön und soll auch nicht zu Ende gehen.

Die vielen Worte, die durch die Gegend hallen, nichts ist wirklich zu verstehen. Gehört mehr zu den künstlichen Wellen, die in den Becken entstehen. Inmitten einer Poolbar, die für das Wohlergehen sorgen soll. Palmenschirme und große Liegeflächen, alles ist aufeinander abgestimmt. Die Pavillons, die mit großen Blättern bedeckt und ringsherum mit Bast abgesteckt ein weiterer Zufluchtsort sind. Ein herrliches Unterfangen, dem man sich sehr gerne hingibt. Es ist der beflügelte Sommer, der so vieles für jeden von uns bereithält. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt, wie wunderbar und schön doch der Sommer ist.