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Gedichte

Du Wicht

Bedeutungslos sind deine Worte,
völlig wirr ist dein Erscheinen,
das Einfache quillt aus jeder Pore,
zu sehr dringt es nach außen hin,
versuchst es kläglich zu verbergen,
doch steckt die Gosse tief in dir,
Aschenputtel für ewig ohne Prinz,
deine Lügen und der Hass in dir,
dein eigener Käfig sein wird.

Gefangen in deinem Lügennetz,
das du dir selbst geschaffen hast,
alle Ausgänge ziehen sich zu,
immer mehr stolperst du selbst,
über deine eigenen Stricke,
die du dir selbst hast gelegt,
bedauernswerter kleiner Wicht,
dein eigener Leib die Strafe ist,
den du täglich siehst und erlebst.

Spieglein, Spieglein an der Wand,
zeige mit noch einmal dein Antlitz,
du liebst es nicht, dich selbst zu sehen,
die Wahrheit ist so offensichtlich,
strebst nach etwas, was du nicht bist,
die Wahrheit wird von dir verdrängt,
Marsch, Marsch, zurück in dein Eck,
eines Tages, deine eigne Welle trifft,
die du losgeschlagen hast.

Hole schon einmal sehr tief Luft,
sodass du das viele Wasser erträgst,
die Wellen, die dich treffen werden,
die in Salz getränkt, durch die Tränen,
die unentwegt wegen dir flossen,
bedingt durch das kalte, kleine Herz,
das du innerlich nur zum Atmen trägst,
das Leid, das die Wellen in sich tragen.

Sie sollen dich überschwemmen,
die ersten Gefühle, die du empfindest,
sind die seelischen Schmerzen,
all das Leid, das du verteilt hast,
zu keiner Zeit sparsam dabei warst,
all das soll dir nun zuteil werden,
in deinem eigenen Meer zu baden,
bis auch du erkennst, wer du bist,
du kleiner Wicht, der immer mehr,
an Bedeutung verliert, kein Gewicht,
mehr in der Wahrnehmung genießt.

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Gedichte

Herzmassage

Der Blutdruck steigt,
die Sinne sind gestimmt,
etwas Neues passiert,
die Neugier wächst.

Fast schon vergessen,
diese plötzliche Präsenz,
sie glänzt wunderschön,
strahlt nach allen Seiten.

Mein Herz massierend,
sanft pochend und leise,
die Stimmung steigt,
neues Gefilde entdeckt.

Klammheimlich und edel,
meine Gefühle umwogen,
erster schöner Augenblick,
für die Erinnerung geboren.

Ich freue mich darauf,
den Wohlklang zu erfahren,
mit der lieblichen Stimme,
die das Ganze untermalt.

Schönes Antlitz serviert,
unwiderstehliches Dessert,
harmonisch erschaffen,
schmackhafter Genuss.

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Gedichte

Strohsterne

Die kühlen Winde wehen um die Stände,
die Lichter farbenfroh wackeln umher,
die Kerzen auf den Tischen flackern,
Gewürzdüfte umgarnen die Menschen,
versetzen sie in Tagträume am Stand,
den heißen Glühwein in der Hand,
von Kopf bis Fuß warm eingepackt.

Die Strohsterne hängen an feinen Fäden,
schwingen durch die leichten Winde,
werfen ihre Schatten frech an die Wand,
ein Schattenspiel des Kunsthandwerks,
geflochten mit einer ruhigen Hand,
gebunden und in schöne Form gebracht,
im Kerzenflackern besonders schön.

Die kalte Jahreszeit, in der man steht,
die Wärme von innen heraus besteht,
dem einen oder anderen schenken mag,
in der besinnlichen Zeit zum Jahresende,
der Herbst, der nun sicher gehen wird,
ehrenvoll mit den letzten Blättern fallend,
dem Herrn Winter die Märkte überlässt.

Die Sterne, noch nie am Himmel gehangen,
jetzt die Kanten der Stände schmückend,
zahlreich wie in einem klaren Sternenmeer,
keine künstlichen Wolken, die sie verdecken,
ihre goldfarbenen Halme, die gebunden sind,
wundervolle Gebilde, alles aus einer Hand,
noch einmal auf den königlichen Thron,
für ein besinnliches Fest, die Liebe erlebend.

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Gedichte

Wolkenbilder

Die Wolken hängen tief am Himmel,
wohl genährt, bauschig im Gebilde,
zum Greifen nahe erscheinen sie,
so viele Figuren sind zu erkennen,
fast als wäre es ein Theaterstück,
liebevolles Schauspiel das passiert,
Momente verändern die Bühne,
schöne Wolkenbilder anzusehen.

Wie getupft hängen sie wild umher,
fliegen durch das Himmelsbild,
nur ist kein Maler in der Nähe,
der freudig seinen Pinsel schwingt,
voll behangen als dicke Marionetten,
schließen sich vergnügt zusammen,
erschaffen ein neues Bühnenbild.

Die verschiedenen Farben gemischt,
ein großes buntes Kunstwerk zusammen,
große Leinwand, die zum Leben erweckt,
vieles offen lässt, die Fantasie anregt,
es sind hierbei keine Grenzen gesetzt,
selbst führt man Regie am Bühnenbild,
schafft sein eigenes Meisterwerk.

Schön ist es, wenn die Erinnerung bleibt,
ein einmaliges Erlebnis in dem Moment,
die geschaffene Geschichte, die lebt,
mit der Zeit an einem vorbeizieht,
schön, wenn es unvergesslich bleibt,
der gedankliche künstlerische Akt,
für die Wolkenbilder, die man schuf.

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Tobago

Viele Tage sind seither vergangen,
die Erinnerungen liegen verankert,
als Monument der Zufriedenheit,
tief manifestiert im Bewusstsein,
jederzeit auf Abruf bereitgestellt,
wenn ich die Augen schließe,
kann ich alles klar vor mir sehen.

Ich spüre die Meeresbrise an mir,
das Rauschen der Meereswellen,
der feine Sand, in dem ich stand,
der endlose Blick zum Horizont,
der karibische Sonnenuntergang,
Segelboote nicht weit vom Strand.

Die rhythmischen Klänge jeden Tag,
viele tanzende Menschen rundherum,
fröhliche Gesichter, in die man blickt,
verschmolzen, gar eins mit der Natur,
alles ist wunderschön und unberührt,
eine Insel, die ihres Gleichen sucht,
eine schöne Zeit, wenn ich daran denk.

Dieses war nicht mein letzter Besuch,
ich werde sicher wiederkommen,
zurück in das wundervolle Paradies,
in dem ich als Gast neue Freude fand,
Menschen fürs Leben getroffen hab,
tief in meinem Herzen lebst du fortan,
als meine schöne kleine Insel in mir,
werfe meinen gedanklichen Anker,
bin schon bald wieder bei dir.