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Knospenteppich

Das Braune schwindet,
das Farbige findet,
seine Wegen zur Sonne,
grüne Stängel ragen,
in den blauen Himmel.

Alle Farben zeigen sich,
kräftig und gesättigt,
geboren, um zu locken,
einladend aufgefächert,
samtiger Teppich.

Bunt und fleckig erstreckt,
sich der Fleckenteppich,
durchbohrt mit Knospen,
in den Startlöchern willig,
es ist Frühlingsanfang.

Schönes Frühlingsspiel,
die Knospen tanzend,
im lauen Frühlingswind,
bis die Sonnenstrahlen,
die Knospenkleider legt.

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Tulpenbad

Segeltuch gleich,
bauchig gespannt,
in kräftigen Samt,
elegant und zart,
in die Höhe ragend,
schönes Gespann.

Ineinander gereiht,
in den Armen liegend,
schützend und schön,
bis die Sonne scheint,
der Palast sich öffnet,
die Blüte erstrahlt.

Kuss des Frühlings,
vertrauensvoll weich,
die Blätter öffnend,
die Blüte zeigend,
einladend und schön,
verführerisch strahlt.

Blätter die im Winde,
sich lösen und fallen,
gesammelt farbenfroh,
samtene Zeitgenossen,
die im Korbe getragen,
noch nicht das Ende ist.

Im Badewasser liegend,
noch einmal benetzt,
viele Perlen tragend,
das Aroma freilassend,
im Raum schwebend,
angenehm wirkt.

Schönes Tulpenbad,
Blätter schwimmend,
bunt um einen selbst,
exklusives Farbenspiel,
und duftend dabei,
wie angenehm.

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Zapzarap

Fest vernetzt,
Blut durchströmt,
inne getragen,
kräftig jeden Tag,
pumpt das Leben,
Tag und Nacht.

Daran gebunden,
ein Leben lang,
einzigartig ist,
stärkster Muskel,
täglich trainiert,
das Leben stärkt.

Emotional hilflos,
das Training läuft,
nur nebenbei,
zum Leben eben,
die Gefühle frei,
Muskel gefangen.

Warm ist es um dich,
das Leben hindurch,
fließt durch die Adern,
pass nur darauf auf,
gebe behutsam Acht,
dass es niemand raubt.

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Blaubeerenmund

Farbig und dunkel,
kleine Fruchtperle,
samtig und weich,
saftig frisch, gepflückt,
Beere in der Hand.

Schwarzes Gewand,
deckender Mantel,
vollends eingehüllt,
den leckeren Saft,
Nektar inne tragend.

Geführt zum Mund,
die Lippen geweckt,
auf die Zunge gelegt,
am Gaumen zerdrückt,
der Saft schießt wild.

In alle offenen Ritzen,
färbend die Zähne blau,
die weitere Beere,
zerplatzt an den Lippen,
rinnt langsam herab.

An den Mundwinkeln,
ihre Spuren ziehend,
köstlicher Fruchtgenuss,
bemalt das Gesicht,
was für ein schöner,
Blaubeerenmund.

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Trauerweide

Rande des Bachs,
an einer Weide,
hängen deine Äste,
entlang zum Boden,
geneigt in die Tiefe,
alles zu Neige.

Lustlos und alleine,
die Trauerweide,
dünnes Kahles geäst,
nichts erblüht gerade,
trauernd hängend,
nicht nur im Moment.

Deine Bestimmung ist,
nach unten zu blicken,
dem Wasser sehr nahe,
gar am Wasser gebaut,
getränkt in der Tiefe,
nicht wirklich zu sehen.

Der Frühling kommt,
lässt auch dich erblühen,
im warmen Sonnenschein,
die Vögel dich umwogen,
du nicht mehr allein bist,
Trauer nicht mehr alleine.

Es gibt so viel Schönes,
es sich zu Blühen lohnt,
dein Geäst wird wieder,
bunt und saftig schön,
auch wenn die Richtung,
zum Boden zeigt.