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Regen der Nacht

Aus den Gewässern gezogen über den Tag hinweg, aus Tälern, Flüssen und Seen. Sogar aus den Meeren durch die Lüfte getragen bis hin zum Himmelszelt. Viele Klimazonen durchflogen, ohne feste Ziele bestimmt, gesammelt in dicken Wolken. Hinter vielen Farben versteckt, hoch in den Lüften schwebend. Spannung liegt in der Luft, dichtes Gemenge macht sich breit. Jeder will an erster Stelle stehen, die beste Position besetzen. Dabei verdichtet sich alles bis tief in die Nacht.

Die Zeit vergeht, das Tageslicht schwindet. Was alle Tropfen miteinander verbindet, ist gleichzeitig ihr Damokles-Schwert über ihrem Haupt. Spannungen entzünden sich und streifen durch die wilden Wolkengebilde, ein heftiger Donner macht sich breit. Einzelne Tropfen lösen sich, halten dieser Spannung nicht mehr stand. Das Wolkengebilde in der Nacht löst sich zu seinem Ende hin. Wird zerfetzt durch die geballte Spannung in der Luft.

Einzelne Tropfen lösen sich, als Tränen des Himmels in der dunklen Nacht. Der Himmel beginnt zu weinen, neues Gewässer entsteht. Verteilt auf dem Lande, wohin es fällt. Durch das Dunkle fallend, kaum einer, der es bemerkt. Ein leises Plätschern, bis jeder Tropfen am Ende auf die Erde fällt. Auseinandergerissen in der Luft, am Boden gesammelt erneut vereint. Einer neuen Aufgabe entgegen. Leben wird geschenkt auf der stürmischen Reise, Regen der Nacht.

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Wahre Freundschaft

Es liegt nicht darin begründet, dass man sich jeden Tag sieht, viel miteinander lacht und denkt, dass das eine tiefe Freundschaft ist. Vielmehr ist es an Wert, zu wissen, dass es jemanden gibt, zu dem eine Verbundenheit besteht. Etwas, das man nicht sieht, es dennoch existiert, eine Konstellation, die über alle Weiten hinweg sich erstreckt. Auch wenn man sich selten sieht, ist es ein Privileg, das oft unterschätzt, das Besondere darin zeichnet. Nicht als Sammler oder Galerist, es zutage kommt, was wahre Freundschaft ist.

Zu wissen, wie es einem wirklich geht, sich zu verstehen ohne Worte. Einen ähnlichen Lebensweg lebt, eine gemeinsame Zeit miteinander bestreiten wird. Eine Reise, die parallel vonstattengeht, ein Weg, der immer wieder zusammenführt. Es mehr als Freundschaft ist, die Kulturen beider keine Rolle spielt. Sie treffen sich, ergänzen sich, schaffen einen neuen Weg, neue Gefilde über Grenzen hinweg. Eine besondere Art der Zuneigung ist, eine Freundschaft, die hoffentlich ein Leben hält.

Es ist oft verrückt, wie das Leben mit einem spielt, man selbst als Figur des Lebens gesetzt. Im Spiel des Lebens eine wichtige Rolle einnimmt. Gemeinsam bestritten vieles leichter erscheint im endlosen Streben nach absoluter Zufriedenheit. Der Horizont klar in der Ferne liegt, jedoch gut zu sehen, eine wundervolle Hoffnung, die sich darauf ergibt. Eine Reise, deren Ziel kein Ende kennt, es ist schön, diesen Moment zu leben, vielleicht für die Ewigkeit.

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Der Heimat verbunden

So schön es auch ist, zu reisen, andere Länder zu entdecken, Menschen anderer Kulturen zu sehen. Verwurzelt ist man doch nur zu Hause, der Heimat so nah. So viele Jahre einen geprägt, eine Vielzahl an Erinnerungen, die uns wurzeln, festhalten in diesem Geflecht. Das emotional gebunden, einem Gefühl entspricht, in dem wir zu Hause sind, mit der Heimat verbunden. Es ist bemerkenswert, wie viele Werte in uns verbreitet sind, die zuvor nicht als bewusst wahrgenommen in Erscheinung getreten sind. Eine Leidenschaft, die verborgen in uns vorherrscht, in uns lebt.

Ist man der Heimat fern, stellt man in Intervallen fest, was einem an der Heimat liegt. Was man vermisst, wie sehr man an ihr hängt und sich darüber freut, wieder ein Teil zu sein, zu gegen, zu Hause zu sein. Jeder Atemzug nimmt die bekannte Luft tief in den Lungen auf. Die Bewegungen der Menschen um einen herum sind einem vertraut. Das Chaos in den Innenstädten gestaltet sich nach bekannten Mustern. Die Kleidung und Gesten sind, wie man selbst es gewohnt ist. Von den Gefilden in denen man wohnt und lebt.

Auch wenn es interessant ist, anderes zu sehen. Unser Herz schlägt jedoch tief verborgen für die Heimat, Schlag um Schlag. Eine Verbundenheit, die einem Geschwisterpaar gleicht, ein Leben lang die besondere Verbindung bleibt. Man den Wert wohl erst wirklich erkennt, wenn man fern ab der Heimat ist. Dennoch wichtig ist, seinen Horizont zu erweitern. Über den Tellerrand zu blicken, um auch andere schöne Dinge zu erblicken, wahrzunehmen und zu verinnerlichen auf einer wundervollen Reise, die jeden Tag beginnen kann.

Nur wer wirklich dort war, hat es erlebt und kann es nachvollziehen, welche Zeilen ich auch schreiben mag. Das Leben ist wundervoll, es gibt so vieles zu sehen, zu entdecken, zu leben, das Leben alleine reicht nicht dafür. Darum lasse keine Zeit vergehen, das Leben wahrzunehmen, mit allen Facetten und Eindrücken, über die eigenen Grenzen hinweg. Mit der Heimat verbunden, ein Leben lang.

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Ende

So oft stehend für das, was keine Richtung mehr zeigt. Einer Sackgasse entlang, eine Barriere am Schluss. Endgültig es erscheinen mag, für viele es hier nicht mehr weiter geht. Wenn der Blickwinkel sich dreht, eine wundervolle Eigenschaft es ist. Für ein Ende auch ein Anfang steht, ein Neubeginn, der mit etwas anderen abschließt. Kein neuer Anfang ohne ein Ende, wenn man das positiv sieht, es viel Spaß und Freude bringt.

Ein wundervoller Lichtblick entsteht, neue Richtungen zeigen sich. Man ist bereit für eine Zukunft, die vieles in sich trägt. Kristallener Schimmer hängt sich wie ein Mantel breit, über das Gedankengeflecht. Das Osterfest ist verreist, die Sonne scheint, kämpft sich durch den Winter, der nicht gehen mag. Ich muss bald auf eine Reise, durch die Länder hindurch, ein neues Ziel steht an. Eine Herausforderung es zu bewältigen gilt.

Ich freue mich auf diesen Augenblick, in dem ich neue Länder erblicken darf. Unbekannte Menschen, die ich sehe, inspiriert werde und geprägt. Durch das Erleben, einige Stunden in Anspruch nehmen wird. Ein weiterer Weg, den ich bestreite, nicht zu einem Ende, sondern zu neuen Zielen. Die fortan einen Neuanfang innehalten werden.

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Stets zu diensten

Getrieben durch die Hoffnung, die Menschen ihren Zielen verfolgend hinterhereilen, Wünsche und Träume liegen verborgen und sind gedanklich so greifbar nahe. Mit Mut und voller Zuversicht bemühen sie sich, ihren Eifer im Zaum haltend und richtig dosiert zu nutzen. Stets zu Diensten ist die Devise nach der sie handeln und sich ausmalen, welche Zukunft sie ereilen wird. Wenn sie nur am Ball bleiben und ihr Ziel mit Disziplin und Ehrgeiz verfolgen.

Durch jede Mauer hinweg und gespickt mit einem strategischen Gewand, schreiten sie mit großen Schritten über alle Hindernisse hinweg. Opfer und Hürden werden dabei nicht erkannt, es dient dem Profit. Stets zu Diensten, wenn man in dieser Liga spielt, bereit ist, dafür auf das Ganze zu gehen. Keine Verluste zu scheuen, sich selbst im Rampenlicht sehend.

Ob man das erlernen will, sich dagegen wehrt oder nur ein Mitläufer ist. Gar in einem steckt. Sich gefangen fühlt in diesem System oder selbst ein Architekt ist, der dieses Konstrukt am Leben hält. Daran baut und schafft, Loyalität als Beweggrund nennt und dies bis zum Ende lebt. Es liegt an uns selbst, von welchem Stand aus wir das betrachten. Mit ruhigen Gewissen eines Tages sagen können, stets zu Diensten.