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Gern in Bern

Mehr als nur ein Gehege, pelzige Gestalten im Zentrum der Stadt. Der Stolz ist klar zu erkennen, viel Geschichte in der Stadt. „Ein Stein“ sitzt auf dem anderen, schmale Gassen und ein bunter Haufen an Menschen, die das Bild schmücken. Kein Platz bleibt ungenutzt, viele Läden in den Kellern und Gewölben, vieles ist versteckt. So manche Perle verborgen liegt, eine Schatzsuche beginnt. Es ist schön, anderes zu sehen, Ideen, die in der Heimat so nicht gelebt.

Man legt hier sehr viel Wert auf Speis und Trank. Die Qualität spricht für sich und zeigt, dass es Orte auf dieser Welt gibt, in der das Wohlsein eines Menschen an erster Stelle steht. Die Gastfreundschaft ist bemerkenswert. Die Menschen hier sind freundlich und sehr nett. Schenken einem ein Lächeln, auch wenn nicht die dicke Börse steckt oder gar offensichtlich ist, dass man gut situiert ist.

Dennoch glaube ich, wird es schwer, dazuzugehören, gar ein echter Schweizer zu sein. Das Volk lebt unter sich, auch wenn es nach außen anders aussieht. Genießen kann man hier allemal, eine Reise ist es wert. Wer an eine Reise denkt, sollte mit Bedacht diese kleine Stadt, nicht außer Acht, einem Besuch würdigen, es ist sehenswert.

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Schmankerl im Garten

Die Zeit ist reif für eine kulturelle Gemütlichkeit, gehegt im Land der Berge und der Weltstadt mit Herz. Es gibt so viele Arten, die den Gaumen erfreuen, Zufriedenheit aus den Gesichtern strahlt, die Sonne hoch am Himmel. Glück bei den Menschen macht sich breit. Man sitzt im herrlichen Wetter, genießt zusammen und stoßt miteinander an. Eine Maß voll Bier, das in der Sonne glänzt, die Tropfen, die an der Seite perlen, welch schöner Tag.

Der erste Schluck, wie wundervoll das ist. Ein Lächeln zieht sich über das Gesicht. Die Gäste werden mehr, man rückt zusammen und zelebriert die bayerische Gemütlichkeit. Der Radi liegt geschnitten auf einem Brett, neben den Radieschen und dem geräucherten Speck. Frische Brezen gesellen sich dazu, es ist Sommer in der Stadt. Unter Kastanien wird der leichte Wind gefangen, ein Rauschen liegt in der Luft, die Blätter, die im Wind getragen, klingen wie Meereswellen an einer Bucht.

Köstliche Braten werden durch den Garten getragen, knusprig frisch und fein. Ja, so soll der Sommer sein, wenn es nach den Bayern geht, die seit eh und je diese Kultur gepflegt und vermittelt jeder neuen Generation. Als Tradition wird das auch stolz so weitergeführt und so manch ein Tourist, kommt in den Genuss dieser Köstlichkeit.

Das Schönste daran ist die Gemütlichkeit. Für eine Zeit lang die Seele befreit aus dem Alltag hinaus. Andere Menschen treffen, verschiedene Kulturen, die sich vereinen. Für einen gemeinsamen Moment, der in Frieden geschaffen, in Erinnerung bleibt für die Ewigkeit. Von Generation zu Generation wird das weiter getragen und auf eine wundervolle, herzliche Art die Welt miteinander vereint. Wie einfach es sein kann, dass Friede überall herrscht, wenn die Sonne scheint bei Schmankerl im Garten.

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Begegnung der Vergangenheit

Schöner Tag beginnend mit den ersten Sonnenstrahlen, über den Basar geschlendert, inspiriert und in Gedanken schwelgend. Die Vergangenheit sich in solchen Momenten in den Vordergrund drängt, Andenken sich zeigen, die man selbst getragen in einer Zeit, die schon einige Jahre zurückliegend sind. Gefühle mischen sich, fliegen wild durch die Luft. Rufen Erinnerungen in das Jetzt, bitten zum gemeinsamen Tanz.

Ein Fest der Emotionen beginnt, Bilder im Kopf entstehen. Andere werden wieder aktuell, sind im Vordergrund, passen zur Situation. In diesen Momenten wird einem sehr klar, wie viele wunderbare Schauspiele man bereits erlebt, sie manchmal auftauchen, als wären sie erst jetzt passiert. Schlendere von Stand zu Stand, auf jedem Tisch liegt eine andere Vergangenheit. Erzählt etwas über die Personen, die dahinter stehen, ihr Leben, dass sie leben.

Gespickt mit den eigenen Erfahrungen ergänzt sich dieses Bild, Gesichter gezeichnet, in Falten und Furchen geschrieben. Man sieht in welche Richtungen die Linien zeigen, ob Frohsinn oder Trauer darin verborgen steht. Der Griff nach etwas, was auf dem Tische liegt, entzückt für einen winzigen Moment. Entlockt ein Stückchen Wahrheit in einem Blick, welch persönlicher Augenblick, den es nicht zu kopieren gilt.

Ein Feilschen und Handeln mit der Vergangenheit, eine riesige Bühne, auf der man sich die Hauptrollen teilt. Selbst das Publikum ist nicht davor gefeit, Spiel des Ganzen zu sein. So viele Geschichten zu sehen, eigene, die man schreibt. Mit sich tragen wird, im Jetzt, als Erinnerung und in der Begegnung der Vergangenheit.

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Wortspiel

Mögen die Spiele beginnen. Dem einen seine Freud einem anderen sein Leid, in einer Zeit, in der die Sprache tagtäglich lebt. Sich neu organisiert, gestaltet und dabei entfaltet. Gesagt, verstanden, je nach Betonung und Verstand. Es viele Deutungen gibt, wenn Emotion dabei eine Rolle spielt. Spielen mit Worten wie andere mit Steinen, die liegend an einem Strand, manchmal unter Sand verborgen. An das Ufer geschwemmt durch eine Meereswelle. Ist das merkwürdig oder gar zum Merken würdig. Nur eine Facette in dem großen Wortschatz deren Spieler sich neu sortieren.

Es liegt an uns, wie wir damit umgehen, damit jonglieren, unseren Gegenpart treffen. Der diesem Spiel erhaben, ebenwürdig. Keine leichte Aufgabe, auf einer Welle zu schwimmen, die Individualität oft im Vordergrund stehen wird. Es ist jedoch ein spannendes Spiel, schenkt es uns doch die Möglichkeit, Dinge anders zu sehen, zu kommunizieren, erneut zu wählen. Passend für den Moment, in dem wir gefordert sind, kreativ zu sein.

Das Spiel ist frei sowie die Gedanken, Worte einen in die Irre führen. In ein Labyrinth, das wir selbst erschafft, geizen nicht mit Worten, sondern setzen unseren Akzent. Verleihen unsere eigene Note, komponieren unser eigenes Stück. Wie viele Deutungen darin versteckt gehalten sind, liegt an uns und unserem Gegenüber. Den Blick erwartend über den Tellerrand. Zum Merken würdig oder doch eher merkwürdig. Wir sind einfach mal gespannt, wohin das Ganze führt.

Es ist nie zu spät, eine Geschichte zu spinnen, ein neues Geflecht zu beginnen, auch wenn ein anderer die Geschichte weiter erzählen wird. Sie offen ist für neue Charaktere, Schauspieler und Akteure, deren Kraft darin liegt. Sich mit Worten zu duellieren, bei Tage und in der Nacht. Sich zu fordern oder ergänzen, im Wortspiel, das kein Ende hat.

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Nass im Gesicht

Eine letzte Gala des Trüben erblickt, kalte Luft in ihr verborgen, Regen fällt. Trifft im Gesicht das kühle Nass. Fließt an den Wangen herab, bis es in den Tiefen den Blick zu einem verlässt. Sich wiederfindet im Warmen an uns selbst. Am Körper verdampfend, wenn nicht zuvor aufgesaugt von den Stoffen, die wir an uns tragen. Wieder ins Gesicht, ein weiterer Weg sich bahnt, an der Augenbraue entlang, am Auge vorbei. Einer Träne gleich, doch dafür gibt es keine Regung. Sich auf der Backe verliert, nur einen Film hinterlässt, der leicht zu sehen ist.

Die Tropfen treffen immer wieder mein Gesicht, zeichnen sich ihre Bahnen. Bemalt mich transparent die nasse Kunst, die sich zeigt und das im Gesicht. Als lebendiges Gemälde getragen die Kunst, die nicht von langer Dauer ist. In derselben Form auch nicht mehr erscheinen wird. Jedes Mal auf eine andere Art, wie ein Wisch, der unregelmäßig auf eine Unebene trifft. Selbst ist man davor geschützt, die Natur hat uns sinnvoll bedacht, für genau diesen Moment. In dem das Nass auf das Gesicht klatscht.

Wir brauchen das Nass zum Leben und wehren uns hin und wieder dagegen. Es liegt an dem passenden Augenblick, in dem das Nass auf uns trifft oder gar umgibt. Auch wenn es etwas Schönes ist, man so viel damit erlebt. Freue mich dennoch auf die Sonne, die verborgen liegt, sich bald zeigen wird. Ob da ein nasses Gesicht Freude bringt, sich bestimmt zeigen wird.