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Gedichte

Sahne Gewitter

Teig angerührt,
Backblech ausgelegt,
Ofen vorgeheizt,
es ist endlich soweit,
feinster Kuchen,
zum Wachsen geht.

Glühend heiß,
Licht darin scheint,
Teig scheinbar lebt,
immer größer wird,
sehnsüchtig wartend,
Augen verwöhnt,
schöner Anblick.

Zeit im Fluge vergeht,
alles ist im rechten Lot,
Kuchen wunderbar,
locker und flockig,
über das Blech ragt,
dickes großes Stück,
das im Ofen glüht.

Herausgeholt befreit,
aus der Hitzekammer,
zum Ruhen gelegt,
Kakao angerührt,
Nüsse dazu gemischt,
mit Zucker versüßt.

Von oben bis unten,
komplett gepinselt,
keine Stelle vergessen,
im Glanze serviert,
und als heller Kontrast,
Sahne Gewitter platziert.

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Dornenblut

Rotes Antlitz breit gefächert,
königlich nach allen Seiten,
der Morgentau perlend,
sich in der Sonne spiegelnd,
alle Farben brechend,
an den Blättern entlang.

Das Dornenkleid getragen,
am Stängel zum Boden,
wenige Blätter verdeckend,
die spitzen Stacheln,
herausragend zum Schutze,
wie kleine Lanzen getragen.

Der Griff zum schönen Glück,
schmerzhaft diese Begegnung,
sein Schicksal tragend,
nicht alles so wunderschön ist,
wie es auf den ersten Blick,
von Weitem erscheinen mag.

Die Lanzenspitze dringt schnell,
durch die zarte Hand hindurch,
das Blut rinnt herab an der Hand,
die Schönheit die getragen,
nur mit Schmerz zu ertragen ist,
tiefes Rot, wohin man sieht.

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Zuckerbäcker

Blühende Fantasie,
die Finger im Teig,
alles bereitgestellt,
Zutaten aneinander,
in Reih und Glied,
wartend darauf,
das man sie mischt,
im richtigen Verhältnis,
zueinander führt.

Als Basis kommt der Teig,
richtig vermengt,
durchgeknetet verteilt,
zu einer festen Masse,
die nun ruht und gärt,
immer größer dabei wird,
über Stunden hinweg.

Richtig aufgebläht,
bereit für eine neue Form,
geschmacklich süß,
noch roh im Moment,
ein Stückchen abgezwickt,
in ein Förmchen gestülpt.

Bunt gefüllt mit Kandierten,
im eigenen Safte liegend,
in cremiger Sahne gebettet,
leicht vermischt als Kreisel,
der auf dem Zucker dreht,
Ein leichtes Häubchen drauf,
in den Backofen gelegt.

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Harmonische Segel

Durchdringend Freude bringend,
das Empfinden fein abgestimmt,
Musik raunt durch den Raum,
sinnliche Erinnerungen entfacht,
bewegend über die Sinne,
Melodien, die gestimmt hinweg,
das eigene Gemüt in Wallung.

Fantasie dabei angeregt,
ein Lächeln zaubernd im Gesicht,
bewegender Moment, der gestimmt,
bis in das Innerste unseres Selbst,
mit angezogenen Mundwinkeln,
fortan in fröhliche Stimmung,
und in Einklang in uns dringt.

Spüre jede Note, die gespielt,
die Haut nach oben aufgestellt,
die Schwingungen spürend,
jeder Ton eine Bedeutung hat,
mit tiefen Worten abgerundet,
die Seele wundervoll entführt.

Die harmonischen Segel gespannt,
lieblich in den Wind gesetzt,
vollkommen dem Meer ausgesetzt,
Windbrise, die einen umwogt,
dem Ziel sicher näherkommend,
in Harmonie und Zufriedenheit.

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Flötenfrühling

In den Gärten sitzend,
die Kleidung weit getragen,
Klänge swingen rhythmisch,
Tanzbeine werden gehoben,
alles dreht sich zur Musik.

Lachende Gesichter,
bis in den frühen Morgen,
freudig am Feuer sitzend,
die Flöte leicht im Mund,
sanfte Klänge angestimmt.

Die Kartoffeln im Feuer,
in Folie glänzend eingepackt,
Flammen umher tanzend,
Garzeit wird selbst bestimmt,
Augenschmaus aufgetischt.

Harmonische Runde,
den Klängen lauschend,
dem Blätterrauschen,
im Hintergrund liegend,
Wind darüber fliegt.