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Gedichte

Dialog

Vermisse den Dialog,
prickelnd erfrischend,
anregend inspirierend,
unter die Haut fahrend.

Gemüt in Wallung,
die Synapsen wild aktiv,
Ideen werden gefangen,
alles ist wild garniert.

Schönes Menü als Buffet,
angerichtet, ein Schmaus,
für meinen Geschmack,
allerlei dabei das reizt.

Lange gute Gespräche,
Austausch von Gedanken,
über alles und nichts,
intensiv und gerne erlebt.

Nichts bleibt vergessen,
als innerer schöner Platz,
der geistigen Schönheit,
etabliert für die Ewigkeit.

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Gedichte

Feind der Hoffnung

Das Geschwür in mir,
Begleiter meines Seins,
Emotional gebunden,
Trauer und Angst,
gefunden in mir selbst,
lächle nach außen hin.

Täglicher Kampf in mir,
spüre und fühle dich,
das Fremde in mir,
nicht zu mir gehörst,
dich in mir festhältst,
tief verwurzelt bist.

Werde glücklich sein,
bist du nur ein Wink,
hartnäckig und gemein,
mit dem Versuch in mir,
ständig bösartig zu sein,
dagegen halte ich fortan.

Meine Liebe zum Leben,
größer ist als allgemein,
Siege mit Liebe über dich,
sehe dich nicht als Feind,
viel mehr als einen Teil,
der nun von mir geht.

Ich danke dir sehr dafür,
erkenne ich nun den Wert,
der in meinem Leben steckt,
wertvoll und lebenswert,
spüre es in jeder Faser,
Danke, dass du jetzt gehst.

Meine Lebensfreude,
die Liebe, die ich spüre,
jetzt meine Begleiter sind,
sie mich schützend führen,
in das, was mir verborgen,
ich nun leben werde.

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Gedichte

Bleiblick

Die Augenlider,
schwer und müde,
zu viel gesehen,
die Sonne blendet,
Licht der Blender,
sticht unentwegt.

Gemüt ist es leid,
ins Grelle zu sehen,
helles glitzerndes Licht,
alle Schatten verdeckt,
auf der Bühne stehend,
niemand sonst zu sehen.

Alle sind bereits weg,
nur der Blender bleibt,
hat nur den Augenblick,
in den er nur sich sieht,
kein Publikum, das bleibt,
der Samtvorhang fällt.

Zeit selbst zu gehen,
die Augen zu öffnen,
der Bühne zu weichen,
zu blicken in das Licht,
das uns jeden Tag weckt,
ins Gesicht scheint.

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Gedichte

Volksgarten

Weit gesät in der Stadt,
dicke und dünne Knollen,
manche tief versetzt,
am Wegesrand allein,
als Schattengewächs.

Andere rangeln sich,
an den Mauern entlang,
grün und facettenreich,
hin und wieder welk,
wenn die Sonne fehlt.

Rosen im Rampenlicht,
Dornen unter dem Kleid,
samt feiner Blütenschein,
formvollendet blühend,
die Stacheln versteckt.

Der schnelle Griff danach,
leidvolle Stiche versetzt,
die unter die Haut gehen,
schmerzvolle Erfahrung,
mit dem satten Schön.

Das verteilte Gestrüpp,
in der Menge engagiert,
zwischen all den Satten,
unbemerkt in allen Ritzen,
dass Schöne überleben wird.

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Holzrad

Stützend morsch,
am Bügel fest,
Gewicht tragend,
Last fangend,
Reise ist ungewiss.

Knirschend morsch,
das Ziel unbekannt,
Holz, das über Jahre,
Körper tragend,
Reisende bewegt.

Ziel unbekannt,
ein Tritt fortan,
richtend bestimmt,
Fokus intensiv richtend,
tatkräftig ungehemmt.

Eine neue Reise beginnt,
morsch getragen,
von Tritten gefolgt,
richtungsbestimmend,
Ziel noch unbekannt.

Die Tatkraft dominierend,
für die Ziele, die erklommen,
einzigartig und freudig sind,
schön, dass du mich trägst,
auch wenn ich nur aus Holz bin.