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Murmeln

Hat man einen Schuss, um mit Murmeln zu spielen, spielend leicht für jemanden, der nichts anderes kennt. Plump, gar stumpf, nie die Farben gesehen, die Murmeln in sich tragen. Wie elegantes Gewand, das sich in Glas gehüllt in der Sonne dreht. Tanzend in der Luft, bis die Schwerkraft einen fängt. Leichter Schattenwurf, kaum zu sehen, das Sonnenlicht in der Rundung bricht. Erst jetzt ist das ganze Spektrum zu sehen. So viele Facetten, die in einer Murmel stecken, Menschen, die nur damit spielen, es niemals selbst entdecken. Das Bewusstsein dafür nicht reichen wird, der Horizont beschränkt. Keine Sinne dafür, der wahre Inhalt im Trüben bleibt.

Verborgen gehalten in einem Sack, nicht zur Geltung kommend, gefangen bleibt. Dabei, wenn das Gefühl dafür vorhanden ist, etwas anderes entsteht. Zusammen tanzend, gemeinsam wird gelacht, anderen die Sinne raubend. Ein Ziel es sein wird, sich anzunähern, darauf erpicht, die Nähe zu verinnerlichen, in glücklicher Sicht. Kein käuflicher Luxus ist, vielmehr ein Reichtum, der unerschwinglich ist, eine Gabe, die nur wenigen zuteil. In alle Spitzen tragend, die dafür in einem frei, wie wunderbar der Spielraum ist, wenn die Freiheit zusammen grenzenlos ist.

Du ein Armer bist, wenn du es nicht spüren und sehen kannst. Nur auf das Spiel konzentriert, der Sieg für dich die größte Rolle ist. Nur geht es nicht wie in einer Schlacht um einen Sieg, der mit Murmeln gespielt. Es einen viel tieferen Sinn ergibt, Harmonie bedingt, es zutage kommt. Welch Wonne sich über alles erstreckt, wenn der gedachte Sieg keine Rolle spielt. Alles doch nur ein Spiel, welchen Einsatz du wählst, es in deiner Entscheidung liegt.

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Gedichte

Zuckertiger

Geschärfte Krallen an Deinen Pranken, glitzernd funkelnd im Tageslicht. Edlen Schimmer, den du trägst, erhabene Gestalt. Markantes Gesicht, das man nach außen sieht. Edler Pelz, der dich ziert, faszinierende Gestalt, so unnahbar und zugleich vertraut. Es den Beschützer in dir hervorruft, doch lässt es dich kalt. Schön, dich anzusehen, prachtvolles Gebilde, das im Winde seine Haare gleiten lässt. Es ist dein Stand, in dem du mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehst. Das Leuchten in deinen Augen in die Zukunft blicken lässt. Gefangener Moment für den Augenblick, dein Blick über alles um dich herum wacht. Mit Scharfblick, deinem getreuen Gefolge als Beschützer in der Nacht.

Blick in die Ferne, alles wird erspäht. Das, was du alles siehst, an dich glaubt, zu dir aufsieht. Dir zu verstehen gibt, wie wichtig du für alle bist. Der Zuckertiger, eine Mischung aus Härte und Leidenschaft ist, dem sein Herz schmelzend klein wird, wenn der kristalline Zucker bricht. Manchmal es nur einer Träne bedarf, die das Süße aus ihm löst. Wenn die Tränen aus Freude geflossen oder durch Trauer ihren Ursprung fand. Man sich nun geborgen fühlt, in einem süßen Meer aus gebrochener Härte und Leidenschaft. Die gefühlte Wärme nun einem das Herz ummantelt, frei man sich in der Sicherheit wiegt. Sorgen sind nun unerwünscht, haben keinen Platz hier zu sein. Es ist der Wille ohne sie zu sein. Frei von allen Sorgen, geborgen im Nektar der Leidenschaft.

Zeit sich verliert, die Tage vergehen, die Nacht vorbeizieht. Es ist kein Ende bestimmt, der Moment ausgekostet wird, bis man gestärkt wieder an sein Tageswerk gehen wird. Es einer neuen Geburt gleich, das Leben neu entdecken wird. Erlernen die Welten in beschützenden Fängen neu zu sehen. Es Liebe bedarf, die Augen dafür sollen nicht eingeschränkt, nur das Glitzern der Pranken sehen. Tiefer Atem etwas Beruhigendes hat, man ist nicht alleine, alles nun auf einen zukommen darf. In welche Richtung es auch gehen mag.

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Kommunikation

Worte gedanklich verfasst, in einer Sprache vereint. Die Situation verändern kann, gar stimulieren und Freude bringend. Emotional verfasst, gesagt herangetragen, seinen Gegenüber beeinflussen wird. Wie wir kommunizieren, bleibt uns selbst überlassen, was wir damit bewirken, sollten wir nicht dem Zufall überlassen. Selten hat man die Möglichkeit, Wogen zu glätten, wenn erst einmal des Wortes Dolch durch das Innerste fährt. Gedrehte Klinge tiefe Verletzungen mit sich führt. Klaffende Wunde nicht nach außen zu sehen. Darum überlege gut, welche mit Worten getragene Klinge du aus der Scheide ziehst. Jemanden zu umgarnen oder viel mehr einen Feind in deinem Gegenüber siehst.

Worte, die berühren, verletzen und in die Enge treiben. So ist Sprache nicht zu verstehen. Es sehr viel schöner ist, mit Worten andere zu tragen. Hoffnung zu geben, in einem schweren Moment da zu sein. Die Sinne der Liebsten zu laben, schöne Erinnerungen zu schaffen. Es ist so leicht, schöne Worte zu sagen, alle Sorgen zu lösen, wenn die Perspektive richtig eingestellt ist. Anders betrachtet eine andere Sicht entsteht, in der vielleicht vieles leichter erscheint. Alles ist nun nicht mehr so schwer. Durch Kommunikation getragen, die Worte fliegen umher, treffen wohlsinnig ins Gemüt. Dein Gegenüber sich besser fühlen wird.

Nimm dir die Zeit, deine Worte gewählt zu sagen. Es deine Zukunft schmieden wird, es ein Teil deiner Zukunft ist. Alles wieder auf dich treffen wird in dem Moment, an dem der Zeitpunkt der richtige ist. Ist ein gutes Gefühl, wenn man dabei positiv reflektiert wird. Getragen durch die überdachten Worte, die einen einst verlassen haben. Selbst getragen zu werden, hinausgeführt zu werden, auf die Terrassen, die aus Worten geschaffen.

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Kugelschein

Tief im Gestein vergraben, zwischen Felsen und Dreck. Dein Wert im Innersten getragen. Wertvoll und wichtig ist, für viele etwas Einzigartiges. In vieler Hinsicht tragend, in deiner Umgebung, in der Zukunft, in der du Lasten stemmst. Im Erze getragen, es um deine Reinheit geht. In Feuern gebrannt, von Fremden gespalten, heißer Metallfluss seinen Weg sucht. Liegend im heißen Gestein, deine Richtung ist bestimmt, entlang rinnst, gefangen wirst. Du nun etwas abkühlen wirst, dennoch kommst du nicht vollständig zur Ruh. Die nächsten Vorhaben sind für dich bestimmt, man dich verwenden wird, solange du noch formbar bist. Ein Trog gefüllt mit dir, es wird immer mehr. Die wahre Kunst beginnt. In Formen getragen, einem Ziel hin. Ein nächster Schritt beginnt.

Die Glut allmählich vergeht, die Ruhe in dich kehrt. Für diesen Tag es genug sein mag. Noch Wärme von dir strahlend im steinernen Gefäß. Es um dich herum ruhiger wird. Die Nacht bricht heran, der neue Tag Heißes versprechen wird. Wie ein Schmetterling du dich entpuppen wirst, welche Schönheit wirklich in dir steckt. Die Hitze wird dein wahres Antlitz zeigen, alle Zweifler um dich herum in die Schranken weisen. Es ist dein Moment, in der die Verwandlung beginnen wird. Die Sonne erklimmt die Berge und Täler, deine Zeit ist nun reif, beginnt. Du nun wieder auf einer Reise bist. Über Nacht erstarrt, du nun wieder zu glühen beginnst. Du Feuer und Flamme einfängst, geschmeidig wirst. Zum Anfassen schön, man sich jedoch daran verbrennen wird.

Deine endgültige Form ist nun gefunden, sie wird dich runden. Keine Ecken mehr zu sehen, ein Rohdiamant, den es zu vollenden gilt. Im heißen Öl gebadet, deine Haut nun gehärtet ist. Bürsten, die über dich fahren, die Spuren lösen, die du mit dir trägst. Ein wundervoller Glanz entsteht, sich die Umgebung in dir spiegeln wird. Deine Vollendung nun sichtbar ist, alles um dich herum in deinem Spiegelbild gefangen ist. Den Glanz, den du nach außen trägst, für jeden zu sehen, einst verborgen, im tiefen Gestein, für niemanden zu sehen.

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Nerzbiene

Nicht getarnt, sondern gestreift, nur keiner, der über dich geht. Mit den Winden vertraut, meist im Sommer anzusehen. Du etwas Außergewöhnliches bist, dekadent deinen Pelz auch im Sommer trägst. Ein tiefes Brummen um dich herum, deine Flügel, die wild um sich schlagen, dich durch die Lüfte tragen. Wie es dir gerade in deinem Sinn, gelockt durch die Blüten, die du siehst. Eine schöner als die andere, einladend, jede Blüte davon vieles verspricht. Farben und Muster, die dich verführen auf dem Fluge durch die warmen Lüfte. Die jagt nach dem Süßen, es dein Lebensinhalt ist. Pollensäcke tragend, geschmückt du bist, am ganzen Leibe.

Ohne dich es kein Leben gibt, die ganze Farbenpracht keinen Sinn ergibt. Du der Träger der pflanzlichen Liebe bist, belohnend wird dir es gedankt. Durch einen Nektar, der so himmlisch süß, dein Lebensinhalt ist. Dein Nerz trägt einen gelben Schimmer, wie Puder, das auf dir liegt. Im Blütenstaub badend, in natürlichen fruchtigen Düften labend. Eine Quelle, die für dich jeden Tag auf das Neue erhellt. Im Sonnenschein badend, mit all seinen Reizen spielend. Dich verführend auf deiner Reise über das Blumenfeld. Die Winde, die dich tragen, gleiten lassen durch den warmen Frühling. Dich in neue Gefilde führen, noch mehr Reize, die dich umgeben.

Vertrautes Brummen um dich herum, respektvoll, elegant. Wie der Adel, der durch die Lüfte schwebt. Immer wieder nach Hause kehrend, bis wieder ein neuer Tag beginnt. In Harmonie und Symbiose du im Einklang mit allen lebst, es gibt so viel Schönes, das dich umgibt. Du auch niemals einsam sein wirst, dem Volke zutage, ein Leben lang.